Die hohe Arbeitslosigkeit und das weiterhin rückläufige Wirtschaftswachstum vor allem in den südeuropäischen Krisenländern belasten die wirtschaftliche Entwicklung in der EU weiterhin. Dies zeigt das GfK Konsumklima Europa und USA für das erste Quartal 2013. Die Arbeitslosigkeit ist in Europa im März dieses Jahres mit 19 Mio. Menschen und damit einem Anteil von 12% auf den höchsten Wert seit der Einführung des Euro gestiegen. Die Schwäche im Euro-Raum macht auch der deutschen Wirtschaft zu schaffen und die hierzulande stabile Konjunktur kann sich nicht länger komplett von der Rezession im Euro-Raum sowie dem weltweiten Abschwung abkoppeln. Allerdings sind die Rahmenbedingungen selbst weiterhin sehr gut. So liegt beispielsweise die Arbeitslosigkeit auf einem historisch niedrigen Stand von 5,3% und die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 7,9% eine der niedrigsten in Europa.
Die europäischen Verbraucher schätzen die künftige Entwicklung der Konjunktur in ihrem jeweiligen Land sehr unterschiedlich ein. Den höchsten Wert weisen derzeit Österreich und Deutschland mit jeweils 0,6 Punkten auf. Am negativsten beurteilen die Portugiesen (-43,4 Punkte), Franzosen (-41,6 Punkte) und Griechen (-36,9 Punkte) die Aussicht auf eine wirtschaftliche Besserung.
Ein ähnlich uneinheitliches Bild zeigt sich auch bei der Einkommenserwartung. Steigende oder stabile Einkommen erwarten die Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Tschechischen Republik. Dagegen rechnen die Franzosen, Italiener und die Portugiesen mit weiter sinkenden Löhnen beziehungsweise steigenden Steuern und Abgaben.
Bezüglich der Anschaffungsneigung zeigen sich die Deutschen, Österreicher und die Bulgaren ausgabefreudig, während die Portugiesen, Italiener und Franzosen drastisch sparen müssen.
GfK: Stimmung in Europa zweigeteilt
/ 29.04.2013Auch wenn sich die Konjunktur in Deutschland der Rezession im Euro-Raum sowie dem weltweiten Abschwung nicht länger völlig entziehen kann, blicken die Deutschen positiv auf die nächsten Monate.

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