Der erwartete Umsatz im deutschen stationären Einzelhandel liegt bei einem Volumen von 412,1 Mrd. Euro und damit um nominal 0,5% höher als der Vorjahreswert. So lautet die Prognose auf Basis der aktuellen GfK-Studie „GfK Einzelhandelsumsatz 2013“, obwohl der Anteil, der vom Gesamtbudget der Konsumausgaben im Einzelhandel ausgegeben wird oder werden kann, in Deutschland seit Jahren abnehmen soll. In der Studie geht die Gesellschaft für Konsumklima jedoch davon aus, dass der deutsche Einzelhandel vom derzeit positiven Konsumklima stabilisiert wird, bedroht sei er hingegen von den Zuwächsen im E-Commerce. Konkrete Zahlen im Bereich des Modeeinzelhandels konnten zum jetzigen Zeitpunkt auf Anfrage von 1st-blue noch nicht genannt werden.
So kommt die GfK-Studie zu einem teilweise anderen Ergebnis als die kürzlich veröffentlichte Roland Berger-Studie „Dem Kunden auf der Spur“, welche die Präsenz des stationären Handels noch immer deutlich vorne sieht. Überein kommen die Parteien jedoch in der Annahme, dass durchdachte Synergiekonzepte zwischen Online- und Offline-Handel den gesamten Einzelhandel stärken werden.
Ein wichtiger Faktor, um gewinnbringende Umsätze im stationären Einzelhandel zu generieren, sei laut GfK die Ladenpräsenz am richtigen Standort. Dabei liegen einwohnerstarke Kreise wie Berlin, Hamburg und München im Ranking nach Umsatzsumme weit vorn. Die Top 15-Kreise machen gemeinsam schon 21,4% des gesamten stationären Einzelhandelumsatzes aus. Zugleich seien bei Expansionsplanungen auch Mittel- und Kleinstädte wichtig, denn diese erreichen ein größeres Einzugsgebiet, insbesondere im Hinblick auf die Versorgungssituation im Umland.
