GfK: Konsumklima gibt leicht nach

  /  26.10.2017

Im Spätherbst bleibt die deutsche Wirtschaft nach Konsumenteneinschätzung laut GfK auf Wachstumskurs. Die Einkommenserwartung muss aber Einbußen hinnehmen…

Die Stimmung der Verbraucher sendet in der ersten Erhebung nach den Bundestagswahlen keine klaren Signale. GfK prognostiziert für November 2017 einen leichten Rückgang des Konsumklimas gegenüber dem Vormonat um 0,1 Zähler auf 10,7 Punkte. Der Indikator der Konjunkturerwartung verzeichnet im Oktober ein Plus von 10,1 Zählern und klettert auf 43,5 Punkte. Zusammen mit den leichten Zugewinnen des Vormonats sind damit die Verluste des Augusts nahezu vollständig kompensiert. Im Vergleich zum Vorjahr steht ein Zugewinn von mehr als 30 Punkten zu Buche.

Haben die Konjunkturaussichten ihre Schwächephase bereits hinter sich gelassen, so scheint die Einkommenserwartung gerade darin zu stecken. Der Indikator muss zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen, verliert 4 Zähler und rutscht auf 48,7 Punkte. Dennoch ist das Niveau nach wie vor gut, wie das Plus von knapp 4 Punkten im Vorjahresvergleich belegt. Trotz etwas gedämpfter Einkommensaussichten bleiben die deutschen Konsumenten in bester Kauflaune. Die Anschaffungsneigung gewinnt 2,2 Zähler hinzu und liegt somit bei 59,2 Punkten, was einem Plus von gut 9 Zählern im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Eine hohe Job- und damit auch Planungssicherheit sowie spürbar steigende Einkommen sorgen dafür, dass die Verbraucher eher bereit sind, bei ihren Ausgaben großzügig zu sein.

Risiken bleiben allerdings die stockenden Brexit-Verhandlungen, die Spannungen mit Nordkorea sowie die künftige Handelspolitik der USA. Zudem bleibt abzuwarten, wie die Koalitionsverhandlungen nach der Bundestagswahl in Schwung kommen. 

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