Das Konsumklima in Deutschland ist laut dem Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) und der GfK weiter eingebrochen. Für Mai 2026 wird ein Wert von –33,3 Punkten prognostiziert, ein Rückgang um 5,2 Punkte gegenüber dem Vormonat. Die Einkommenserwartung fällt um 18,1 Punkte auf –24,4 Punkte, während die Anschaffungsneigung auf –14,4 Punkte sinkt und damit den niedrigsten Stand seit zwei Jahren erreicht.
Als zentrale Belastungsfaktoren nennt die Studie steigende Energiepreise sowie zunehmende geopolitische Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Diese Entwicklungen wirken sich unmittelbar auf die Erwartungen der Verbraucher*innen aus und dämpfen sowohl die Konsum- als auch die Einkommenseinschätzung.
Parallel steigt die Sparneigung deutlich an. Größere Anschaffungen werden verschoben oder ganz gestrichen. Diese Entwicklung verstärkt einen bereits bestehenden Trend, der seit Monaten durch wirtschaftliche Unsicherheiten geprägt ist.
Für Händler*innen bedeutet dies eine weiter rückläufige Nachfragebasis. Besonders betroffen sind nicht lebensnotwendige Sortimente wie Mode, da Konsument*innen ihre Ausgaben priorisieren und zurückhaltender agieren. Die Kombination aus sinkender Anschaffungsneigung und steigender Sparquote erhöht den Druck auf Umsatz und Frequenz im Handel.
Key Facts:
Gründung: 1934
Sitz: Nürnberg
Segment: Marktforschung / Konsumklima
Kernkompetenz: Analyse von Konsumverhalten und Erwartungen
Positionierung: Führendes Institut für Konsumklima-Indikatoren
Aktuelle Strategie: Monatliche Erhebung von Konsumindikatoren
Produktfokus: Konsumklimaindex, Verbraucheranalysen
Zielgruppe: Unternehmen, Handel, Politik
Vertrieb: Studien, Reports, Datenanalysen
