GfK: Einkommenserwartung sinkt

  /  27.03.2012

Im März 2012 zeigt sich die Verbraucherstimmung durchwachsen. Zwar kann die Konjunkturerwartung einen Anstieg verzeichnen, dafür muss die Einkommenserwartung jedoch starke Einbußen hinnehmen.

Das Konsumklima stabilisiert sich laut der aktuellen GfK-Studie im März 2012. Die Konjunkturerwartung kann nach dem Rückschritt von 1,6 Zählern im letzten Monat ein leichtes Plus von 1,3 Punkten verzeichnen. Der Indikator steht damit aktuell bei 7,2. Laut GfK hängt die Stabilisierung vermutlich mit dem Abschluss des zweiten Rettungspakets für Griechenland zusammen. Dennoch zeichnet sich ab, dass die Wirtschaft 2012 im Vergleich zum Vorjahr spürbar an Dynamik verlieren wird, da der Indikator immerhin noch gut 42 Punkte unter dem Vorjahresniveau liegt.

Einen deutlichen Verlust verzeichnet die Einkommenserwartung mit einem Minus von 7 Zählern auf 34,3 Punkte. Der Anstieg von 7,2 Punkten im Vormonat ist damit fast vollständig verloren. Hauptursache für den Rückgang sollen die Rekordstände von Benzin- und Dieselpreisen sein, die die Kaufkraft gefährden. Auch die Inflationsrate ist im Februar 2012 auf 2,3% gestiegen, obwohl die Prognosen von einem Jahresdurchschnittswert ausgehen, der unter der 2%-Marke liegt.

Nahezu konstant zeigt sich die Anschaffungsneigung im März 2012, da der Indikator um lediglich 0,6 Zähler auf 38,6 Punkte fällt. Der Wert liegt damit immer noch über dem des Vorjahres. Einfluss darauf soll vor allem der stabile Arbeitsmarkt in Deutschland sein, der laut GfK als eine wesentliche Stütze der Kauflust fungiert.

Für April 2012 prognostiziert der Gesamtindikator somit einen Wert von 5,9 Punkten nach 6,0 Zählern im März. Das Konsumklima kann den Aufwärtstrend der vergangenen sechs Monate, zumindest vorerst, nicht fortsetzen.

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