Für das vergangene Jahr muss der Sportartikelhersteller Puma einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen. Der Gewinn des Konzerns verringerte sich auf 70,2 Mio. Euro, was einem Minus von fast 70% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 2011 hatte Puma noch 230,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz stieg dem entgegen jedoch um 8,7% auf 3,27 Mrd. Euro, währungsbereinigt ist das ein Plus von 4,6%. Der Umsatzzuwachs sei insbesondere auf die gestiegene Nachfrage in der Golfsparte Cobra Puma zurückzuführen.
Obwohl im vierten Quartal in den einzelnen Segmenten Umsatzzuwächse verbucht werden konnten – die Erlöse stiegen insgesamt um fast 12% (währungsbereinigt 8,6%) auf 804,7 Mio. Euro, im Bereich Footwear um 8,6%, Apparel kletterte um 15,2% und der Erlös im Bereich Accessoires stieg um 12,3% - musste das Unternehmen Einbrüche in verschiedenen Ländern hinnehmen und bereits 90 nichtprofitable Stores schließen. Franz Koch, CEO Puma SE, steht den Ergebnissen des Geschäftsjahres zwiegespalten gegenüber: „Ungeachtet des stetig herausfordernden Marktumfelds, insbesondere in Europa, hat Puma ein gutes Ergebnis im letzten Quartal erzielen könne. Dies hat jedoch leider nicht die wirtschaftliche Situation und die Vorausschätzungen für das gesamte Geschäftsjahr aufwiegeln können. […] Ich möchte betonen, dass es nicht in unserem Interesse liegt, den Umsatz um jeden Preis in die Höhe zu treiben, sondern wir möchten den Fokus auf die Verbesserung der Attraktivität unserer Marke Puma legen.“
Als Grund für den Gewinneinbruch nennt das Unternehmen Sonderkosten in Höhe von 124,9 Mio. Euro, die durch das Restrukturierungsprogramm – welches in der zweiten Jahreshälfte startete – entstanden seien und das besonders auf dem europäischen Markt vorangetrieben wurde. Im Zuge dessen wurden das Produkt- sowie Store-Portfolio optimiert und im Zuge dessen die Expansion in 23 Ländern forciert, darunter Länder des D.A.CH.-Marktes, Osteuropas und der iberischen Halbinsel. Im Gegenzug mussten die Tochtergesellschaften in Griechenland, Zypern und Bulgarien geschlossen werden.
Im laufenden Geschäftsjahr ist die Fortführung des Programms sowie der Launch der Cross-Category Plattform „The Nature of Performance“ geplant, bei der Inspirationen aus den Performance-Bereichen Football, Running, Training, Fitness und Golf in einer Marketing-Strategie zusammengeführt werden sollen. Das Jahr 2013 diene nach Unternehmensangaben als „Übergangsperiode im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie“, daher rechne man lediglich mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.
