Gerry Weber streicht 450 Stellen

  /  08.04.2019

Mehr als 450 Stellen werden bei Gerry Weber gestrichen, das Gros in den Stores. 120 Shops sollen in Deutschland die Türen schließen…

Gerry Weber schließt hierzulande 120 Stores und baut „umgehend“ gut 450 Stellen ab, davon etwa 300 in den Filialen. Die übrigen Stellen sollen in der Verwaltung gestrichen werden. Darauf hat man sich mit den Arbeitnehmervertretern im Zuge der laufenden Sanierung der Gruppe geeinigt. Die betroffenen Mitarbeiter sollen Abfindungen und Transferangebote erhalten. Im laufenden Geschäftsjahr entfallen außerdem alle Jahressonderzahlungen und Urlaubsgeld.

Florian Frank, Mitglied des Vorstands der Gerry Weber International AG und Chief Restructuring Officer: „Nach harten, aber jederzeit fairen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sind wir zügig zu Einigungen über den Tarifvertrag zur Zukunftssicherung und den Interessenausgleich gekommen. Wir sind zuversichtlich, dass wir Gerry Weber auf dieser Grundlage zurück in die Erfolgsspur führen können.“ Johannes Ehling, Vorstandssprecher der Gerry Weber International AG ergänzt: „Wir spüren, dass wir aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen zur Neupositionierung insbesondere im Retail Rückenwind im Markt erhalten. Die Effekte aus den leider unverzichtbaren Sanierungsmaßnahmen werden diesen Rückenwind sicherlich verstärken.“ Europaweit ist die Schließung von rund 180 Verkaufsflächen (ohne Hallhuber) sowie der Abbau einer korrespondierenden Anzahl von Vollzeitarbeitsplätzen vorgesehen.

Wie bereits im Februar dieses Jahres verkündigt, sei die Finanzierung des Geschäftsbetriebs bis ins Jahr 2020 gesichert. Die Gerry Weber International AG hatte im Januar 2019 beim Amtsgericht Bielefeld einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, um das Unternehmen zu sanieren. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für die Tochtergesellschaft Gerry Weber Retail soll Anfang Mai stattfinden.

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