Galeria könnte in den kommenden drei Jahren weitere Standorte schließen. Die Wirtschaftswoche berichtet, dass bis zu ein Drittel der derzeit 83 Warenhäuser auf den Prüfstand gestellt werden könnte, falls Vermieter keine weiteren Zugeständnisse machen. Ein Großkredit soll den Sanierungsplan absichern; als möglicher Geldgeber wird Gordon Brothers genannt.
Die neue Entwicklung knüpft an die laufenden Mietverhandlungen an. Bereits im März hatte Galeria bestätigt, die Verträge an acht Standorten neu verhandeln zu wollen. Betroffen waren nach damaligen Angaben München-Rotkreuzplatz, Berlin-Kurfürstendamm und Hermannplatz, Köln-Hohe Straße und Breite Straße, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. Ohne tragfähige Einigung seien Schließungen möglich.
Die Lage bleibt auch wegen offener Mietfragen angespannt. Mehrere Vermieter hatten zuletzt ausbleibende oder nur teilweise geleistete Mietzahlungen gemeldet. Nach früheren Berichten bat Galeria Vermieter um Stundungen für fällige Mieten; das Unternehmen verwies auf schwankende Liquidität.
Für Innenstädte und Modehandel bleibt Galeria ein relevanter Frequenzfaktor. Die Warenhauskette betreibt aktuell 83 Häuser und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter*innen. Nach der Insolvenz Anfang 2024 wurde Galeria von einem Konsortium um NRDC und Unternehmer Bernd Beetz übernommen; seitdem wurde das Netz bereits deutlich verkleinert.
Key Facts
Unternehmen: Galeria
Aktueller Bestand: 83 Warenhäuser
Beschäftigte: rund 12.000
Berichtete Prüfung: bis zu ein Drittel der Standorte
Zeitraum: innerhalb der kommenden drei Jahre
Kontext: Mietverhandlungen und möglicher Großkredit
Bereits bekannte Mietverhandlungen: acht Standorte
Eigentümer: Konsortium um NRDC und Bernd Beetz
