Galeria prüft 33 Filialen

  /  22.07.2026

Galeria stellt 33 Warenhäuser auf den Prüfstand. Mietbelastung und Ertragskraft entscheiden über die Zukunft, Gespräche mit Vermietern laufen…

Galeria prüft 33 seiner 83 Filialen auf Rentabilität. Das Unternehmen hat die betroffenen Standorte nun benannt. Sollten in den Gesprächen mit Vermietern keine tragfähigen Lösungen gefunden werden, sei die Fortführung einzelner Häuser gefährdet. Kriterien für die Auswahl waren laut Galeria unter anderem Mietbelastung und Ertragskraft.

Betroffen sind Standorte in zwölf Bundesländern. Auf der Liste stehen unter anderem Berlin Alexanderplatz, Berlin Kurfürstendamm, Hamburg-Eimsbüttel, München-Rotkreuzplatz, Köln Breite Straße, Köln Hohe Straße, Köln-Nippes, Mainz, Mannheim, Münster, Potsdam und Würzburg. Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock kündigte an, jeden Standort einzeln und ergebnisoffen zu betrachten.

Die Prüfung ist Teil des laufenden Sanierungskurses. Nach Unternehmensangaben sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüft Galeria Umzüge in geeignetere Immobilien sowie mögliche Neueröffnungen. Damit bleibt das Filialnetz auch nach der letzten Insolvenz weiter in Bewegung.

Zusätzlichen Spielraum verschafft eine neue Finanzierung von bis zu 160 Mio. Euro. Die Kreditlinie wird von Gordon Brothers bereitgestellt und soll die laufende Transformation und Neuausrichtung des Unternehmens unterstützen. Sie steht zugleich im Zusammenhang mit einem Sanierungsplan, der weitere Einschnitte im Filialnetz vorsieht.

Für den deutschen Modehandel ist die Entwicklung ein weiteres Signal für den Druck auf großflächige innerstädtische Handelsformate. Bei Galeria entscheidet sich die Zukunft vieler Häuser nun nicht nur am Umsatz, sondern auch an Mietniveau, Flächenzuschnitt und der Bereitschaft der Vermieter, neue Konditionen mitzutragen.

Key Facts
Unternehmen: Galeria
Sitz: Essen
Segment: Warenhaus und Multichannel-Handel
Filialnetz: 83 Warenhäuser
Prüfung: 33 Filialen auf Rentabilität
Kriterien: Mietbelastung und Ertragskraft
Mögliche Folge: Schließung einzelner Standorte bei fehlender Einigung
Weitere Gespräche: auch an den übrigen 50 Standorten geplant
Finanzierung: bis zu 160 Mio. Euro durch Gordon Brothers
Kontext: laufende Sanierung und Optimierung des Filialnetzes
Beschäftigte: rund 12.000

 

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