Bei Galerias Verhandlungen mit den Vermietern sollen kleinere Verkaufsflächen stärker im Mittelpunkt stehen als reine Mietsenkungen. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Unternehmenskreise. Demnach hat der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus die wirtschaftliche Prüfung aller 83 Warenhäuser abgeschlossen.
Noch in dieser Woche sollen Schreiben an die Vermieter gehen. Sie sollen Auskunft darüber geben, welche Standorte eine Perspektive haben und wo Zugeständnisse der Eigentümer erforderlich sind. Kebekus äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt nicht zu dem Bericht.
Parallel führt Galeria Gespräche mit ersten Kaufinteressenten. Die Unternehmensberatung Roland Berger begleitet die Suche nach neuen Eigentümern. Wie 1st-blue am 27. Oktober berichtete, hat sich unterdessen die Warenversorgung nach Unternehmensangaben stabilisiert. Zuvor gesperrte Sortimentsbereiche sind wieder vollständig zum Verkauf freigegeben. Auch Bestellungen im Onlineshop werden demnach wieder regulär bearbeitet.
Der Geschäftsbetrieb läuft in allen 83 Warenhäusern vorerst weiter. Damit ist jedoch noch keine dauerhafte Zusage für sämtliche Standorte verbunden. Welche Häuser verkleinert oder geschlossen werden könnten, bleibt offen.
Key Facts
Unternehmen: Galeria
Warenhäuser: 83, Geschäftsbetrieb läuft vorerst weiter
Vorläufiger Insolvenzverwalter: Frank Kebekus
Standortprüfung: Laut Handelsblatt für alle 83 Warenhäuser abgeschlossen
Vermieterschreiben: Laut Bericht für diese Woche vorgesehen
Verhandlungsansatz: Laut Bericht stärkerer Fokus auf kleinere Verkaufsflächen als auf reine Mietsenkungen
Investorensuche: Erste Gespräche mit Kaufinteressenten laufen
Begleitung der Investorensuche: Roland Berger
Warenversorgung: Nach Unternehmensangaben wieder stabil
Zuvor gesperrte Sortimente: Nach Unternehmensangaben vollständig zum Verkauf freigegeben
