Galeria Karstadt Kaufhof vor Schließungen

  /  15.05.2020

Galeria Karstadt Kaufhof könnte im Zuge des Schutzschirmverfahrens und der geplanten Sanierung knapp die Hälfte der 170 Filialen schließen...

Galeria Karstadt Kaufhof soll 80 der rund 170 Filialen schließen müssen. Das steht laut Spiegel im Entwurf des Sanierungsplans. In den übrigen Stores der Warenhauskette könnten bis zu 10% der Jobs gestrichen werden. Der Betriebsrat kritisiert die Pläne scharf; sie seien „ein Generalangriff auf alle Beschäftigten“ und ein „unverantwortlicher Kahlschlag, der unnötig Arbeitsplätze vernichtet“. „Es hat den Anschein, dass die Unternehmensleitung und der Eigentümer die Corona-Krise missbrauchen, um ihre ursprünglichen Planungen von Standortschließungen und Entlassungen doch noch umzusetzen“, sagt Stefanie Nutzenberger, für den Handel zuständiges Bundesvorstandsmitglied bei Verdi. Noch vor Weihnachten habe der Konzern die Zukunft für das Warenhaus und damit auch eine Standort- und Beschäftigungssicherung tarifvertraglich zugesichert. „Wenige Wochen später kommt jetzt die Umkehr und ein Kahlschlag auf Kosten der Beschäftigten. Eine Umsetzung dieser Planung hätte verheerende Auswirkungen auf die rund 35.000 Beschäftigten bei Galeria Karstadt Kaufhof und im Konzern“, so Nutzenberger.

Das zuvor bereits angeschlagen gewesene Unternehmen hatte wegen der durch die Corona-Pandemie verursachten Umsatzausfälle vor wenigen Wochen ein Schutzschirmverfahren beim Amtsgericht Essen beantragt. Selbiges wollte man nun nutzen, um die Restrukturierung fortzusetzen. René Benko, dessen Signa-Gruppe das Unternehmen gehört, soll schon letztes Jahr einkalkuliert haben, insgesamt 700 Mio. Euro investieren zu müssen, ursprünglich habe er mit etwa 300 Mio. Euro gerechnet.

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