Bei Galeria sind die zeitweise abgesperrten Sortimentsbereiche nach Unternehmensangaben seit einigen Tagen wieder vollständig zum Verkauf freigegeben. Auch die Belieferung laufe wieder stabil. Das teilte die insolvente Warenhauskette laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur mit.
Damit entfallen Einschränkungen, die den Verkauf nach dem erneuten Insolvenzantrag Anfang Oktober beeinträchtigt hatten. Gutscheine können seit vergangener Woche wieder eingelöst und gekauft werden. Bestellungen im Onlineshop werden dem Unternehmen zufolge ebenfalls wieder regulär bearbeitet und innerhalb der üblichen Lieferzeiten zugestellt.
Vor dem Weihnachtsgeschäft berichtet Galeria zudem von einem Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau. Die kühleren Temperaturen hätten einen erfolgreichen Start in die Herbstsaison ermöglicht.
„Jetzt richten wir den Blick auf das Weihnachtsgeschäft und die Zukunft von Galeria“, sagt Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Er dankte den Beteiligten, die in den vergangenen Wochen zur Stabilisierung des Betriebs beigetragen hätten.
Parallel laufen bereits Gespräche mit ersten Interessenten, wie das Unternehmen mitteilt. Die Suche nach einem oder mehreren Käufern wird von der Unternehmensberatung Roland Berger begleitet.
Der Geschäftsbetrieb läuft in allen 83 Warenhäusern vorerst weiter. Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Kebekus prüft die einzelnen Standorte auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit. Die Wiederaufnahme des regulären Verkaufs bedeutet damit noch keine dauerhafte Zusage für alle Häuser.
Key Facts
Unternehmen: Galeria
Neue Entwicklung: Zuvor gesperrte Sortimentsbereiche laut Unternehmen vollständig zum Verkauf freigegeben
Warenversorgung: Läuft nach Unternehmensangaben wieder stabil
Gutscheine: Seit vergangener Woche wieder einlösbar und erhältlich
Onlineshop: Reguläre Bestellbearbeitung und übliche Lieferzeiten laut Unternehmen
Umsatz: Vor dem Weihnachtsgeschäft nach Unternehmensangaben deutlich über Vorjahr
Investorensuche: Erste Gespräche mit Interessenten laufen
Begleitung: Roland Berger
Warenhäuser: 83, Betrieb läuft vorerst weiter
Vorläufiger Insolvenzverwalter: Frank Kebekus
Standortnetz: Wirtschaftliche Tragfähigkeit der einzelnen Häuser wird geprüft
