Die Frasers Group hat bei Hugo Boss die Mehrheit erreicht. Nach weiteren Aktienkäufen hält der britische Handelskonzern 50,08 Prozent der Anteile und der damit verbundenen Stimmrechte. Damit verfügt Frasers erstmals über mehr als die Hälfte der Aktien des Metzinger Modeunternehmens. Insgesamt gehören Frasers nun rund 34,47 Millionen Aktien des Metzinger Modeunternehmens.
Für den Kauf von zuletzt 198.666 Aktien zahlte Frasers rund 7,6 Mio. Euro aus vorhandenen Mitteln. Daneben bestehen Optionsgeschäfte über weitere 21,87 Prozent des Aktienkapitals. Werden diese von den Vertragspartnern ausgeübt, muss Frasers zusätzliche Aktien übernehmen. Zum aktuellen Aktienbesitz zählen diese Positionen noch nicht.
Der Ausbau der Beteiligung erfolgte in mehreren Schritten. Nach dem öffentlichen Übernahmeangebot im Sommer lag der Anteil zunächst bei 47,89 Prozent. Durch anschließende Zukäufe hat Frasers nun mehr als die Hälfte der Aktien auf sich vereint.
Auch im Aufsichtsrat ist der britische Konzern bereits an zentraler Stelle vertreten: Seit September führt Frasers-CEO Michael Murray das Gremium. Er folgte auf Stephan Sturm. Hugo-Boss-CEO Daniel Grieder betonte anlässlich des Wechsels, Murray und Frasers unterstützten die Unternehmensstrategie „Claim 5 Touchdown“.
Nach Angaben von Frasers soll Hugo Boss mit dem Erreichen der Mehrheit zur Tochtergesellschaft werden. Ergebnisse, Vermögen und Schulden des Modeunternehmens sollen künftig in den Frasers-Konzernabschluss einfließen. Die operative Führung liegt weiterhin beim Vorstand von Hugo Boss.
Key Facts
Unternehmen: Frasers Group und Hugo Boss AG
Entwicklung: Frasers erreicht Aktienmehrheit bei Hugo Boss
Mehrheitsschwelle überschritten: 23. Oktober 2026
Aktien- und Stimmrechtsanteil: 50,08 Prozent
Gehaltene Aktien: 34.468.065
Letzter gemeldeter Zukauf: 198.666 Aktien für rund 7,6 Mio. Euro
Zusätzliche Optionspositionen: 21,87 Prozent, getrennt vom aktuellen Aktienbesitz
Anteil nach dem Übernahmeangebot im Sommer: 47,89 Prozent
Aufsichtsratsvorsitzender Hugo Boss: Frasers-CEO Michael Murray, seit September 2026
Bilanzielle Folge laut Frasers: Einbeziehung von Hugo Boss als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss
