Fashion Revolution Week 2022: die Details

  /  19.04.2022

Die diesjährige Fashion Revolution Week mit dem Thema „Money Fashion Power“ widmet sich mit zahlreichen Events unter anderem der Ausbeutung und dem Überkonsum…

Die Fashion Revolution Week bringt jedes Jahr in 92 Ländern die Modeaktivismusbewegung anlässlich der Rana Plaza-Katastrophe für sieben Aktionstage zusammen – in diesem Jahr läuft die Kampagne hierzulande vom 18. bis zum 24. April 2022 unter dem Motto „Money Fashion Power“ – Fashion Revolution Day ist der 24. April. Das Thema liege darin begründet, dass die Mainstream-Fashion-Industrie auf der Ausbeutung von Arbeitskräften und natürlichen Ressourcen aufbaue. Reichtum und Macht seien in den Händen weniger konzentriert; Wachstum und Gewinn stünden über allem. Große Brands und Retailer produzieren zu schnell zu viel, was für einen Kreislauf des Überkonsums sorge.

„Wir werden die tiefgreifenden Ungerechtigkeiten und sozialen sowie ökologischen Missstände in den Lieferketten aufdecken – von der ungleichen Gewinnverteilung über überproduzierte Wegwerf-Mode bis hin zu Machtungleichgewichten. Gleichzeitig fordern neue Designer und Professionals weltweit das System mit Lösungen und alternativen Modellen heraus. Die Fashion Revolution Week ist all das, Mode hinterfragen und feiern, global und lokal“, sagt Orsola de Castro, Co-founder und Global Creative Director, Fashion Revolution. Während der ganzen Woche werden Konsumentinnen und Konsumenten darum gebeten, sich zu beteiligen, indem sie die Marken fragen: #WhoMadeMyClothes und #WhatsInMyClothes. So sollen politische Entscheidungsträgerinnen und -träger aufgefordert werden, Maßnahmen für existenzsichernde Löhne zu ergreifen. Unter dem Hashtag #LovedClothesLast sollen zudem „Fashion Love Stories“ erzählt werden.

Während der Fashion Revolution Week finden verschiedene Online- und Offline-Events statt, darunter beispielsweise die Podiumsdiskussion „Gute Kleidung, faire Bezahlung: Existenzsichernde Löhne in der globalen Modeindustrie“, der Instagram-Live Chat „Around the World of Fashion Revolution“ und die Gesprächsrunde „Money Fashion Power Book Club“. Darüber hinaus stellt die Showcase-Initiative Fashion Open Studio zum sechsten Mal mehrere Designerinnen und Designer durch ein Programm kostenfreier Veranstaltungen vor, die alternative Business-Modelle präsentieren. Mit dabei sind Kreative aus Chile, Ägypten, den USA, Venezuela, Südkorea, Simbabwe, der Tschechischen Republik, Frankreich, Bangladesch und Großbritannien. Durch Kurzfilme, Gespräche, Studioführungen und Workshops sollen die Teilnehmenden dazu inspiriert werden, Veränderungen in der gesamten Branche sowie in ihrer eigenen Garderobe vorzunehmen. Die deutsche Initiative startete offiziell im Januar 2014 in Berlin.

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