„Fashion against Fascism“: Modebranche gegen Rechts

  /  08.04.2024

Mit einer neuen Kampagne von Laut gegen Nazis e.V. in Kooperation mit Jung von Matt will die Fashion-Branche die Verbreitung rechtsextremer Botschaften verhindern…

Der Hamburger Verein Laut gegen Nazis e.V. macht nach der Kampagne „Recht gegen Rechts“ in Zusammenarbeit mit Jung von Matt den nächsten Schritt im Kampf gegen die Verbreitung rechtsextremer Codes – gemeinsam mit den Mitinitiatoren Zalando und Spread Group und weiteren Partnern aus der Modebranche wie About You, Avocadostore, Baur, Bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland), Bonprix, Fast Forward, Underpressure und Vinted. Das Ziel der neuen Initiative „Fashion against Fascism“: die größte Online-Datenbank an Nazi-Codes zu schaffen, um dadurch die Verbreitung rechtsextremer Botschaften in der Modeindustrie zu verhindern. Mit Posts auf den Social Media-Kanälen und über die Kampagnenseite fashionagainstfascism.com ruft die Initiative die Fashion-Branche dazu auf, sich zu beteiligen. Eine kuratierte Liste von fast 200 Codes bilde den Grundstein. Die Datenbank werde durch Insider-News und anonyme Meldungen stetig aktualisiert. Dank einer Programmierschnittstelle ist sie für alle nutzbar; man kann selbst überprüfen, ob sich solche Codes aus Unwissenheit über den eigenen Online-Marktplatz verbreiten.

Die Idee stammt von der Berliner Werbeagentur Jung von Matt, die dabei von 02100 Digital, der Berliner Ableger der Schwedischen Kommunikationsagentur Redgert Comms, unterstützt wurde. Jörn Menge, Vorsitzender des Vereins Laut gegen Nazis e.V.: „Die Erfahrungen aus der Kampagne ‚Recht gegen Rechts‘ haben gezeigt, dass auch das Markenrecht im Kampf gegen Nazis an seine Grenzen stößt. Damit wollen wir uns aber nicht zufriedengeben. Wo der Gesetzgeber nichts gegen die Verbreitung von rechtsradikalen Hassbotschaften tut, tun wir jetzt etwas. Und wir wollen auch andere Akteure aus der Modeindustrie dazu motivieren, sich zu beteiligen und damit eine sichere Umgebung für alle zu schaffen.“

„[…] Die Initiative ‚Fashion against Fascism‘ ist eine wertvolle Ergänzung zu unseren strengen Produkt-, Inhalts- und Markenrichtlinien, die wir bereits eingeführt haben. Die Integration der Daten aus dieser neuen Open-Source-Datenbank in unsere Systeme wird es uns ermöglichen, den Rechtsextremismus und seine sich ständig verändernden Symbole auf unserer Plattform noch aktiver zu bekämpfen. Wir hoffen, dass unsere anfängliche Allianz mit anderen Akteuren aus der Modebranche weiter wächst, um ein klares Zeichen gegen rechtsextremes Gedankengut zu setzen. Nur gemeinsam können wir verhindern, dass Produkte mit fragwürdigen Aufdrucken verbreitet oder verkauft werden“, erklärt Pascal Brun, Vice President Sustainability and Diversity & Inclusion bei Zalando.

Bei der Spread Group wird die bereits existierende Datenbank so erweitert. Dadurch werde es noch schwieriger, Kleidungsstücke mit Nazi-Codes drucken zu lassen. „[…] Ein größeres Team sorgt mit einem mehrstufigen, softwaregestützten Prüfprozess dafür, dass demokratiefeindliche Motive oder Texte gar nicht erst auf unserer Plattform veröffentlicht und produziert werden. Die ‚Fashion against Fascism‘-Initiative hilft uns mit vereinten Kräften, die Verbreitung rechtsextremer Symbole zu verhindern sowie tagesaktuell und automatisiert auf neu-entwickelte Symbole zu reagieren. […]“, sagt CEO Julian de Grahl.

FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN INHALT DIESER SEITE, MELDEN SIE SICH BITTE AN.

Noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt für den kostenfreien 1st-blue-Business Club.
Als Teil unserer Community erhalten Sie Zugriff auf Branchen-News, Orderinfos, Netzwerktools und den wöchentlichen B2B-Newsletter.