Facebook-Werbeboykott: Teilnehmerzahl steigt

  /  01.07.2020

Der #StopHateForProfit-Kampagne, mit der Unternehmen dazu aufgerufen werden, mit bezahlter Facebook-Werbung zu pausieren, schließen sich immer mehr Firmen an…

Immer mehr Unternehmen schließen sich der im Juni von sechs US-Organisationen gestarteten #StopHateForProfit-Kampagne an und setzen im Juli 2020 bezahlte Werbung auf Facebook (und teilweise Instagram) aus, mit dem Ziel, das dort künftig stärker gegen die Verbreitung von hasserfüllten, gewaltverherrlichenden und rassistischen Inhalten vorgegangen wird. Den Anstoß gab ein Post von Donald Trump, der als Aufruf an die Polizei, mit Gewalt gegen Demonstranten vorzugehen, verstanden wurde.

„Hit Pause on Hate“ heißt es auf der Stop Hate For Profit-Website, auf der die teilnehmenden Unternehmen aufgelistet sind, mittlerweile über 240. Aus der Modebranche dabei sind unter anderem Adidas, Arc’teryx, Burton, Dockers, Eddie Bauer, Levi’s, Lululemon, Patagonia, Reebok, The North Face, Vans und Vaude. Letztere Marke erklärt, man hoffe, dass Facebook sich mit den Forderungen auseinandersetze und die Chance nutze, um eine Plattform für eine menschlichere Gesellschaft und eine bessere Welt zu werden. Bei Vaude entfallen circa 25% des Media-Budgets auf Facebook und Instagram.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat nach anfänglichem Widerspruch, unter anderem mit der Begründung der Meinungsfreiheit, mittlerweile angekündigt, Posts von Politikern zu markieren oder zu löschen, wenn diese gegen die Richtlinien des sozialen Netzwerks verstoßen.

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