EU-Zoll trifft Plattformen nur kurz

  /  10.07.2026

Neue EU-Zollregeln sollen Kleinsendungen aus Nicht-EU-Ländern verteuern. Große Online-Plattformen dürften ihre Lieferketten aber rasch anpassen…

Neue EU-Zollregeln sollen den Import günstiger Waren aus Nicht-EU-Ländern verteuern. Seit 1. Juli 2026 soll für Kleinsendungen bis 150 Euro ein pauschaler Zollbetrag von 3 Euro pro Artikel gelten.

Ob die Regel den Boom großer Online-Plattformen dauerhaft bremst, ist offen. Die DHL Group erwartet für den Luftfrachtstandort Leipzig/Halle laut dpa allenfalls kurzfristige Auswirkungen. Größere Händler könnten ihre Waren künftig gesammelt in die EU einführen, dort verzollen und anschließend innerhalb Europas weiterverteilen.

Damit würde sich der Effekt der neuen Zollregel teilweise verlagern. Für den Modehandel bleibt der Wettbewerbsdruck durch Plattformen wie Shein, Temu und Co. daher voraussichtlich bestehen. Relevant wird vor allem, wie schnell Anbieter ihre Logistikmodelle anpassen und wie konsequent die neuen Regeln kontrolliert werden.

Key Facts
Thema: Neue EU-Zollregeln für Kleinsendungen
Start: 1. Juli 2026
Regel: pauschal 3 Euro Zoll pro Artikel bis 150 Euro Warenwert
Betroffen: Waren von Nicht-EU-Verkäufern
Einschätzung: DHL erwartet laut dpa nur kurzfristige Effekte in Leipzig/Halle
Mögliche Reaktion: Sammelimporte, EU-Verzollung und Weiterverteilung innerhalb Europas
Bedeutung: Wettbewerbsdruck durch große Online-Plattformen dürfte bestehen bleiben

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