Ethical Fashion Show zeigt sich international

  /  14.07.2014

Die Ethical Fashion Show, in deren Rahmen 91 Marken ihre Kollektionen präsentierten, hat laut Veranstalter „ihren zukunftsweisenden Charakter bestätigt“…

Im Rahmen der Ethical Fashion Show Berlin zeigten 91 Eco-Brands dem Fachbesucherpublikum, darunter laut Veranstalter Vertreter vom KaDeWe, von Peek & Cloppenburg, Adler, Zalando, Goodz, Mr. Spex sowie Einkäufer aus Warschau, Prag, Zürich, Amsterdam, Helsinki, Oslo, Dublin, Tokio, Osaka, Seoul und Toronto, ihre Kollektionen für Frühjahr/Sommer 2015. „Die Ethical Fashion Show Berlin hat erneut ihren zukunftsweisenden Charakter bestätigt. Die Messe Frankfurt zeigt hier nachhaltige Marken aus einem dynamischen Wachstumsmarkt. In Berlin präsentieren wir Lösungen, die für die Zukunft der Textilbranche essenziell sein werden“, so Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt, die sowohl die Ethical Fashion Show Berlin als auch den Green Showroom veranstaltet.

„Wir waren sehr zufrieden mit Ethical Fashion Show. Die Kunden schauen und einige kaufen auch bereits dort. Es ist für uns der Start in die Saison. Es kommen viele Kunden aus der Region um Berlin und aus anderen Regionen in Deutschland. Diesmal haben wir mehr Ausländer, vor allem Skandinavier, wahrgenommen. Schön ist es, das auch viele Läden mit konventionellem Angebot sich dort tummeln und viele regelmäßig kommen. Das ist anders als auf anderen ökologischen Messen. In Berlin sind die Leute offener, auch wenn die Vielzahl der Messen langsam unüberschaubar wird“, so Eva Hardt, Sales Deutschland für Globe Hope, gegenüber 1st-blue.

„Die Ethical Fashion Show ist für ben weide eine gute Plattform, um unsere Herrenkollektion zu präsentieren. Wir waren zum zweiten Mal dabei und auch diesmal zeigt sich, dass wir dort durchweg ein sehr interessiertes und vor allem mit dem Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit auch versiertes Publikum antreffen. Für uns ist die Ethical Fashion Show ein Erfolgsmodell“, so Petra Hoyer, Geschäftsführerin und Mitgründerin der ben weide GmbH.
 
Annabelle Homann, verantwortlich für den Bereich Marketing bei Lanius: „Wir haben extrem viele Neukunden gewonnen – viele davon aus dem Ausland. Wir sind jetzt zum fünften Mal dabei und haben die mit Abstand beste Messe erlebt. Schön ist, dass oft direkt geordert wird.“
 
Als Höhepunkt des Rahmenprogramms galten das Create Green Breakfast sowie das Podiumsgespräch zur aktuellen Siegeldebatte. Dabei forderte Politikerin Renate Künast neben einem rechtlichen Rahmen eine europäische Transparenzrichtlinie. Claudia Kersten (GOTS) und Marisa Przyklenk (Fairtrade) unterstützten, dass die Politik sich stärker einbringt, zielführend sei aber weniger die Diskussion um ein neues deutsches Siegel als viel mehr über ein internationales Textilbündnis. In einem so genannten Ideenkreis sollen Mindestkriterien festgelegt werden, während Best Practice-Beispiele die Speerspitze darstellen. Hier hieße es nun, im Rahmen einer Multistakeholder-Initiative auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, sagte Lisa Kirfel-Rühle, Vertreterin des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

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