Ethical Fashion Show bleibt Fachmesse

  /  21.01.2013

Die Ethical Fashion Show ging im Januar 2013 erstmals als reine Fachveranstaltung an den Start und will auch in Zukunft eine solche bleiben. Die Aussteller zeigten sich von der Qualität der Besucher überzeugt.

Im Rahmen der Ethical Fashion Show zeigten unter der Regie der Messe Frankfurt vom 15. bis zum 17. Januar 2013 insgesamt 71 internationale Labels für Street- und Casualwear im E-Werk die Kollektionen für Herbst/Winter 2013/14. „Damit erfährt die Ethical Fashion Show Berlin in ihrer dritten Saison erneut einen Ausstellerzuwachs. Auch von Besucherseite bekam die Messe deutlich größere Resonanz. Das grüne Modesegment nimmt weiter an Fahrt auf”, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Das Event war diesmal erstmals nur dem Fachpublikum zugänglich. „Dass die Ethical Fashion Show mit dieser Ausgabe als reine Fachmesse an den Start ging, war die richtige Entscheidung und soll auch in Zukunft so bleiben. Auch die Aussteller schließen sich dieser Meinung an. Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit dieser Ausgabe der Messe, wir sind eine authentische Plattform und wollen natürlich weiter wachsen, legen dabei aber Wert auf Qualität. Der Produktionsprozess und vor allem die Bedingungen der Arbeiter sind uns sehr wichtig und wir achten darauf, dass Marken, die bei uns ausstellen, nachweisen können, dass in diesen Bereichen alles richtig läuft. Die Location E-Werk kommt bei Besuchern und Exhibitors gleichermaßen gut an und wir wollen auch in Zukunft hier bleiben“, erklärt Olaf Schmidt, Vice-President Textiles & Textile Technologies Messe Frankfurt, im Gespräch mit 1st-blue.

Katrin Wieschenkämper, Geschäftsführerin des Labels Kaethe Maerz, erklärt gegenüber 1st-blue: „Grundsätzlich sind wir mit dem Ergebnis der Messe zufrieden, auch wenn die Frequenz hätte höher sein können. Wir haben unsere Bestandskunden getroffen und auch neue Kontakte geknüpft. Die Qualität der Einkäufer ist gut, die Quantität müsste sich etwa verdoppeln. Das die Veranstaltung diesmal als eine reine Fachmesse deklariert war, hat das Niveau insgesamt noch einmal deutlich gehoben.“

Unter anderem präsentierte auch die Marke Globe Hope erstmals ihre Upcycling-Linie. „Der deutsche Markt ist extrem wichtig für uns. Wir kommen aus Finnland, sind aber inzwischen komplett auf den deutschen Markt fokussiert. Die Ethical Fashion Show bietet in einer beeindruckenden Location einen guten Überblick in Sachen Eco-Fashion“, berichtet Taru Aalto, Operating Director.

Selma Yasdut, Inhaberin von Sey Organic Jeans, auf Anfrage von 1st-blue: „Man sieht deutlich die Entwicklung dieser Messe: Jedes Mal ist die Resonanz größer. Auffallend ist auch, dass immer mehr konventionelle Händler, auch Großhändler, gezielt hier herkommen, um nachhaltig hergestellte Mode zu finden. Für Sey Organic Jeans ist die Ethical Fashion Show die perfekte Plattform in Berlin.“

Christoph Lechner, Brandmanager von Boombuz: „Für uns war es das Debüt auf der Ethical Fashion Show Berlin mit dem Ziel, neue Kundenkontakte zu knüpfen. Da wir sehr gutes Feedback von Händlern und Kunden zu unseren Schuhen bekommen haben, sind wir begeistert von der Messe und kommen bei der nächsten Veranstaltung im Sommer gerne wieder.“

Zum ersten Mal richteten die Innatex, der Green Showroom und die Ethical Fashion Show Berlin eine gemeinsame „GreenLounge” im Umspannwerk Kreuzberg aus. Das Networking-Event fand laut Veranstalter großen Anklang, ebenso wie die „Knowledge-Lounge“ und das Vortragsprogramm mit Themen wie Baumwolle, Zwangsarbeit sowie Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Das „Create Green Frühstück” war dieses Jahr dem Thema Recycling gewidmet.

Die nächste Ethical Fashion Show Berlin findet vom 2. bis zum 4. Juli 2013 statt.

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