Eterna: Zustimmung für Restrukturierungsplan

  /  13.09.2021

Grünes Licht für den Restrukturierungsplan der Eterna Mode Holding GmbH – so soll nun eine nachhaltige Finanzierung der Holding möglich sein…

Die Eterna Mode Holding GmbH hat den „wesentlichen Meilenstein“ für eine nachhaltige Finanzierungslösung erreicht. So haben auf der Versammlung am 10. September 2021 der Planbetroffenen die Gläubiger den vom Unternehmen vorgeschlagenen Restrukturierungsplan zur Umsetzung eines Sanierungsverfahrens nach dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (kurz: StaRUG) einstimmig angenommen. Die Umsetzung erfolgt nach der noch ausstehenden Bestätigung des zuständigen Restrukturierungsgerichts. Das operative Geschäft soll von der Sanierung der Holding nicht berührt werden.

„Unter Einbeziehung aller Gläubigergruppen sowie unabhängiger Expertisen und Gutachten und nach eingängiger Prüfung und Berücksichtigung möglicher Alternativszenarien ist nun der Weg geebnet, um wieder eine nachhaltige Finanzierung der Holding zu gewährleisten. Gleichzeitig werden drohende Finanzierungsrisiken in Folge der bisherigen Covid‐19‐Pandemie vom intakten operativen Geschäft der Eterna abgewendet und wir können unseren strategischen Weg für eine erfolgreiche technologische Transformation der Traditionsmarke Eterna weiterbeschreiten. Wir bedauern sehr, dass für alle die Holding finanzierende Parteien Einschnitte unvermeidbar geworden sind und bedanken uns ausdrücklich bei den Gläubigergruppen für die einvernehmliche Unterstützung des Sanierungsvorhabens. Durch den Einstieg von durch Robus Capital Management Ltd. beratene Fonds (‚Robus‘) und die Verhandlungen mit Quadriga und dem Gemeinsamen Vertreter konnte das finale Angebot an die Anleihegläubiger nochmals um 25% verbessert werden. Robus ist seit knapp zehn Jahren in verschiedenen Konstellationen investiert und unterstützt gemeinsam mit den Quadriga Capital Fonds (‚Quadriga Capital‘) den vom Unternehmen eingeschlagenen Transformationskurs mit frischem Kapital. Wir begrüßen Robus als neuen strategischen Partner und zusätzlichen Gesellschafter unseres Unternehmens“, erklärt Henning Gerbaulet, geschäftsführender Gesellschafter. 

Trotz eines im Grunde erfolgreichen operativen Krisenmanagements, das auch das unabhängige IDW‐S6‐Gutachten bestätigt habe, sei Eterna infolge der Covid‐19‐Pandemie aus einer gesunden, vielversprechenden Unternehmenssituation mit profitablem Wachstum in diese schwierige Phase versetzt worden. Das Sanierungskonzept im Zuge des StaRUG‐Verfahrens sieht einen Schuldenschnitt bei der unbesicherten Anleihe 2017/2024 vor, im Rahmen dessen die Forderungen der Anleihegläubiger inklusive der noch ausstehenden Zinsen mit einer Quote von 12,5% auf den Nominalwert bedient werden. Diese wird vollständig aus der im Restrukturierungsplan verankerten Kapitalerhöhung gezahlt. Zudem verzichtet die bisherige Mehrheitsgesellschafterin vollständig auf ihre Forderungen aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 32,3 Mio. Euro und stellt zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung, das neben der Zahlung der Quote auch zur Finanzierung des operativen Geschäfts eingesetzt wird.   

Durch die Umsetzung des StaRUG‐Verfahrens wird die Eigenkapitalquote per September gegenüber dem Stichtag 30. Juni 2021 signifikant um 140,26 Prozentpunkte auf 18,85% steigen. Mit der Verlängerung des Schuldscheindarlehens sei darüber hinaus eine stabile Finanzierung der Eterna Gruppe bis Ende 2025 sichergestellt.

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