Esprit wieder profitabel

  /  23.09.2014

Im Geschäftsjahr 2013/14 hat Esprit wieder schwarze Zahlen geschrieben; der Umsatz ist aufgrund diverser Store-Schließungen allerdings gesunken…

Esprit hat im Geschäftsjahr 2013/14 (Stichtag: 30. Juni) laut eigenen Aussagen zwei Ziele der Turnaround-Strategie erreicht: zum einen die Rückkehr zur Profitabilität durch die Stabilisierung der Flächenproduktivität, drastische Kosteneinsparungen, die Normalisierung der Warenbestände sowie eine Verbesserung der operativen Abläufe und zum anderen die Implementierung eines vertikal integrierten Geschäftsmodells.

Der Umsatz des Konzerns sank zwar insgesamt um 6,5% auf 24,23 Mrd. Hongkong-Dollar (etwa 2,35 Mrd. Euro), währungsbereinigt um 9,9%, dies stehe laut Unternehmen aber im Einklang mit der Verringerung der Retail- und Wholesale-Flächen um 10,7%. Das Ebit steigerte sich von einem negativen Ergebnis von 4,17 Mio. HKD (rund 417.266 Euro) auf 361 Mio. HKD (etwa 36,12 Mio. Euro). Der Nettogewinn wuchs nach einem Verlust von 4,39 Mio. HKD (circa 439.280 Euro) nun auf 210 Mio. HKD (rund 21,01 Mio. Euro).
 
Im Juli 2014 hat Esprit das neue vertikal-integrierte Geschäftsmodell gestartet. Die Veränderungen betreffen die Straffung der Beschaffungsabläufe innerhalb der Gruppe, die Reorganisation der Management-Teams, die Zentralisierungen aller Merchandise-Entscheidungen, die Anpassung des Produktsortiments an die Verkaufsflächen und deren Verkaufspotential, die Vereinfachung der Produktentwicklung und Warenversorgung von zwölf monatlichen Kollektionen pro Jahr auf vier saisonale Kollektionen (sowie zwei Übergangslinien),die Einführung einer Fast-to-Market-Produktentwicklung in den Kerndivisionen und die Verbesserung des Warenbestandsmanagements. Auf der Agenda stehen zudem noch die weitere Optimierung des Lighthouse-Store-Konzepts und die Entwicklung eines Omni-Channel-Modells.

CEO Jose Manuel Martínez Gutiérrez: „Wir glauben, dass wir eine entscheidende Hürde auf unserem Weg zum Aufschwung genommen haben. Wir haben das Geschäft stabilisiert und sind wieder profitabel geworden. Damit haben wir eine solide Grundlage geschaffen, um unsere planmäßig verlaufende Transformation fortzusetzen. Es war ein entscheidender Moment für uns, damit zu beginnen, unser operatives Geschäft auf ein vertikales Geschäftsmodell umzustellen, denn eine Steigerung von Geschwindigkeit und Effizienz in den produktbezogenen Prozessen ist das wahrscheinlich entscheidendste Element für einen erfolgreichen Turnaround von Esprit. Obwohl sich unser neues Modell noch in der Anfangsphase befindet und noch weitere Verfeinerungen benötigt, ist das erste Feedback unserer Partner zu unseren Produkten und unserem neuen Ansatz positiv. Mit diesem Fortschritt ist unser Unternehmen heute in einer viel stärkeren Position, um der herausforderndsten Phase der Transformation zu begegnen. Ich bin davon überzeugt, dass wir unserem Ziel näher kommen, Esprit zurück zu seinem vollen Potential zu führen.“

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