Erneuter EU-Anlauf für „Made in“

  /  20.03.2013

Vor rund einem halben Jahr wurde das Ersuchen der EU-Kommission für eine einheitliche „Made in“-Kennzeichnung ad acta gelegt. Nun steht erneut ein Entwurf pro Produktionslandkennzeichnung zur Debatte.

Im Februar dieses Jahres hat die EU-Kommission erneut einen Entwurf der Verordnung „über die Sicherheit von Verbraucherprodukten“ im EU-Parlament eingereicht, welcher das Ersuchen nach einer einheitlichen „Made in“-Kennzeichnung wieder aufleben lässt. Vor gut einem halben Jahr war die Bestimmung, Produkte eindeutig einem Herstellungsland zuzuordnen, mit Zuspruch des BTE ad ad acta gelegt worden, da in der textilen Kette häufig mehrere Nationen an den Prozessen des Spinnens, Webens, Färbens und Nähens beteiligt sind.

Artikel 7 des neuen Entwurfes fordert nun wiederholt die Angabe des Ursprungslandes, welches – bei Anteilnahme diverser Länder – letzten Endes dieses Zertifikat trägt, soll sich künftig nach dem EU-Zollkodex richten, sei nach Angabe des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels jedoch „interpretationsfähig“. Letzterer will über seinen Dachverband HDE und die europäische Vertretung des Handels Eurocommerce weiter gegen dieses Vorhaben protestieren, da es zu einer Irreführung des Verbrauchers bezüglich des Produktionslandes führen könne. Die unterschwellige Gleichsetzung „europäischer Ursprung = risikofreie Ware“ sei in Zeiten der globalen Waren-Ex- und –Imports nicht nur „unzulässig protektionistisch“, sondern vielfach auch „falsch“ heißt es seitens Verbandes.

Zu einer positiven Haltung gegenüber der einheitlichen Kennzeichnung würden Skandale in anderen Konsummärkten – siehe die Diskussion zum Thema Pferdefleisch – beitragen, so geht der BTE zunächst von einer Mehrheit an Befürwortern im EU-Parlament aus.

FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN INHALT DIESER SEITE, MELDEN SIE SICH BITTE AN.

Noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt für den kostenfreien 1st-blue-Business Club.
Als Teil unserer Community erhalten Sie Zugriff auf Branchen-News, Orderinfos, Netzwerktools und den wöchentlichen B2B-Newsletter.