Entschädigungsverhandlungen nach Fabrikeinstürzen

  /  05.09.2013

Im September 2013 finden in Genf zwei Entschädigungsverhandlungen zu den Katastrophen in Bangladeschs Textilfabriken statt…

Die Kampagne für Saubere Kleidung erhöht den Druck auf Kik, Benetton, Mango, Walmart und andere Modemarken, damit sie eine vollständige und faire Entschädigung an die Opfer der Brandkatastrophe in Tazreen und des Gebäudeeinsturzes im Rana Plaza in Bangladesch zahlen. Alle entsprechenden Marken seien dazu aufgerufen, an den Entschädigungsverhandlungen in Genf am 11. September (Tazreen) und am 12. September 2013 (Rana Plaza) teilzunehmen. Vertreter der Regierung von Bangladesch und des Verbands der Kleidungshersteller und -exporteure von Bangladesch sind ebenfalls eingeladen. Die Treffen wurden von der IndustriALL Global Union einberufen. Aus Deutschland wurden die Unternehmen Kik, NKD, Adler Modemärkte, Güldenpfennig, Kids Fashion Group, Karl Rieker sowie C&A um ihr Kommen gebeten. Bisher hat laut der Kampagne für Saubere Kleidung die Firma Karl Rieker ihre Teilnahme bestätigt; Deadline ist der 6. September 2013.

Bei dem Tazreen-Brand wurden am 24. November 2012 mindestens 112 Menschen getötet, beim Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes am 24. April 2013 mindestens 1.133. Die bisher gezahlten Entschädigungssummen seien viel zu gering. Die geschätzte Höhe der langfristigen Entschädigungen für Rana Plaza betrage mehr als 54 Mio. Euro, für Tazreen seien es mindestens 4,3 Mio. Euro.

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