Rund 65% der anlässlich einer Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln) Befragten gaben an, dass sie bis zu 499 Euro im Internet für Weihnachtsgeschenke auszugeben gedenken. 30% planen 100 bis 199 Euro, 34% Summen in Höhe von 200 bis 499 Euro ein. Zu diesem Ergebnis kam die aktuelle Monatsumfrage des s-KIX (ECC-Konjunkturindex Shopper). Jeder Zehnte soll darüber hinaus einen Betrag von über 500 Euro für Online-Festtagseinkäufe aufwenden. Lediglich 6,1% der befragten Konsumenten wollen keinerlei Geschenke über den Handel im Internet beziehen.
Der Durchschnittswert, den deutsche Verbraucher laut einer Erhebung des Institutes Ernst & Young in der kommenden Weihnachts-Saison für Geschenke ausgeben wollen, liegt bei 237 Euro und steigt damit um 19% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr wollten die Konsumenten rund 43 Euro weniger zahlen. Am beliebtesten seien nach wie vor Präsente aus der Kategorie Gutscheine & Bücher, starke Zuwächse seien vor allem in der Unterhaltungselektronik zu verzeichnen. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreut sich nach wie vor das Segment Bekleidung, für das sich 43% der Befragten beim Weihnachtsgeschenkkauf entscheiden würden. Insbesondere die Käuferschicht bis zu einem Alter von 35 Jahren will rund 29% des geplanten Budgets im Internet ausgeben.
„Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass sich der Online-Handel auch für Weihnachtseinkäufe als zusätzlicher Kanal bei den Konsumenten etabliert hat. Während der stationäre Handel gerade zu Weihnachten mit Erlebnis und Atmosphäre punkten kann, besticht der Online-Handel durch Bequemlichkeit. Händler, die beides kombinieren, können also gerade zu Weihnachten Kunden für sich begeistern“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.
„Die Händler in Deutschland dürfen sich auf ein gutes Weihnachtsgeschäft freuen“, kommentiert Thomas Harms, Leiter des Bereichs Retail & Consumer Products, die Umfrageergebnisse. „Die Rahmendaten stimmen: Die Einkommen steigen, die Beschäftigungsquote ist hoch, die Konjunkturampel steht wieder auf Grün und die europäische Schuldenkrise ist in den Hintergrund gerückt.“
Die Käufe wollen die Deutschen nach wie vor allerdings nicht im Internet, sondern in erster Linie in spezialisierten Fachgeschäften tätigen – jeder dritte Euro soll im Zuge dessen im stationären Fachhandel ausgegeben werden. „Das Kaufhaus wurde immer wieder totgesagt – tatsächlich ist es aber das jeweilige Konzept, das über Erfolg und Misserfolg entscheidet“, so Harms weiter. „Es ist ja keineswegs so, dass der Geschenkkauf komplett ins Internet abwandert: Kaufhäuser, die auf hohem Niveau ein individuelles Einkaufserlebnis bieten, können dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben und auch noch hohe Zuwächse erzielen. Das gilt gerade für die Vorweihnachtszeit – dann genießen die Kunden das festliche Ambiente geschmückter Häuser.“
