Der Online-Marktplatz Ebay plant einen weltweiten Personalabbau. Rund 1.000 Stellen sollen entfallen, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber Reuters bestätigte. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC beziffert der Konzern die geplante Verringerung seiner Belegschaft auf etwa neun Prozent.
Der Personalumbau soll bis Ende des ersten Quartals 2027 weitgehend abgeschlossen sein. Die Einsparungen will Ebay für die Weiterentwicklung seines Geschäfts einsetzen. Bereits im Februar hatte das Unternehmen nach Reuters-Angaben den Abbau von rund 800 Stellen angekündigt.
Die erneuten Einschnitte treffen auf eine bessere Geschäftsentwicklung als zuletzt erwartet. Für das dritte Quartal rechnet Ebay mit Ergebnissen oberhalb der im August genannten Prognosespannen. CEO Jamie Iannone erklärte dem Reuters vorliegenden internen Rundschreiben zufolge, das Unternehmen müsse gezielt entscheiden, auf welche Bereiche es seine Investitionen konzentriere.
Zu den Schwerpunkten gehören Luxusartikel mit Echtheitsprüfung, Sammlerstücke und generalüberholte Produkte. Im Modegeschäft hat Ebay seine Position durch die Übernahme der Secondhand-Plattform Depop gestärkt. Der Kauf wurde am 30. Juli abgeschlossen. Depop richtet sich insbesondere an jüngere Kunden.
Auch das Angebot mit Echtheitsprüfung wird erweitert: In den USA und Großbritannien umfasst der Service inzwischen mehr als 100 Modemarken.
Für den Personalumbau erwartet Ebay Belastungen vor Steuern von 130 bis 150 Mio. US-Dollar, umgerechnet rund 116 bis 134 Mio. Euro. Sie betreffen überwiegend Abfindungen und weitere Leistungen nach dem Ausscheiden. Der Großteil soll im vierten Quartal 2026 verbucht werden.
Key Facts
Unternehmen: Ebay Inc.
Maßnahme: Weltweiter Personalabbau um rund neun Prozent
Betroffene Stellen: Rund 1.000 laut Unternehmenssprecher gegenüber Reuters
Umsetzung: Bis Ende des ersten Quartals 2027 weitgehend geplant
Vorherige Abbaurunde: Rund 800 Stellen im Februar 2026 angekündigt
Erwartete Umbaukosten vor Steuern: 130 bis 150 Mio. US-Dollar, rund 116 bis 134 Mio. Euro
Geschäftsentwicklung: Ergebnisse für das dritte Quartal oberhalb der bisherigen Prognosespannen erwartet
Depop-Übernahme: Am 30. Juli 2026 abgeschlossen
Echtheitsprüfung: In den USA und Großbritannien auf mehr als 100 Modemarken ausgeweitet
