Die Anzahl der Bezahlmöglichkeiten im World Wide Web ist erstmals geringer als im Jahr zuvor. Zu diesem Ergebnis führte die aktuelle Payment-Studie des ECC Köln. Nachdem Shop-Betreiber ihr Portfolio während der vergangenen Jahre kontinuierlich – auf zuletzt durchschnittlich 5,5 Payment-Optionen – ausgebaut haben, auch als Mittel gegen Kaufabbrüche im Check-out-Prozess, wird dieses nun mit 5,1 Zahlungsverfahren erstmals kleiner.
Obwohl es für Konsumenten nach wie vor wichtig ist, dass ihr Lieblingszahlungsverfahren möglich ist, zeigt die Studie, dass Online-Shopper flexibler geworden sind. So weichen 13% ohne Probleme auf eine alternative Payment-Option aus; 2013 taten dies lediglich rund 8%. Zudem brechen in diesem Fall nur noch rund 8% den Kauf ab – ebenfalls weniger als in der Vergangenheit. „Im Online-Payment-Markt konnten sich einige Big Player stark positionieren. Auch internetspezifische Verfahren genießen mittlerweile großes Vertrauen der Konsumenten, sodass diese auch immer häufiger bereit sind, unterschiedliche Verfahren zu nutzen“, so Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. „Dynamik wird vor allem dann wieder in den Markt kommen, wenn sich abzeichnet, welcher Anbieter im Mobile-Bereich die Nase vorn hat.“
Laut Studie punkten bei den Konsumenten vor allem PayPal und Rechnung, die bei je knapp 24% aller Online-Käufe genutzt werden, gefolgt von Lastschrift (22 %) und Kreditkarte (17%). Höhere Beträge werden eher per Rechnung oder Kreditkarte beglichen. Rund die Hälfte der Ausgaben entfällt damit auf die schon lange etablierten Zahlarten; etwa ein Drittel der Gesamtausgaben verteilt sich auf die Lastschrift und PayPal. Damit werden circa 80% der Onlineumsätze über diese vier Zahlungsverfahren abgewickelt. Auf dem fünften Platz folgt die Sofort Überweisung.
Für die Studie „Payment im E-Commerce Vol. 19 – Der Internetzahlungsverkehr aus Sicht der Händler und der Verbraucher“ wurden insgesamt 2.040 deutsche Online-Shopper sowie 562 Online-Händler befragt.
E-Commerce: weniger Zahlmöglichkeiten
/ 05.02.2015Erstmals stellen Online-Händler weniger Zahlungsverfahren zur Verfügung als noch im Vorjahr. Die Konsumenten sind allerdings auch flexibler geworden…

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