Viele deutsche Webshop-Betreiber setzen auf Internationalisierung. Laut der aktuellen e-Kix-Umfrage des Handelsverbandes HDE und des ECC Köln vertreiben drei von vier Onlinehändlern ihre Produkte bereits in Ausland. 21,9% vermarkten ihre Ware ganz gezielt grenzüberschreitend, 55,6% präsentieren diese zwar im Ausland, sprechen Kunden dort aber nicht gezielt an. Im Durchschnitt erreichen die deutschen Online-Händler 10% der Umsätze mit grenzüberschreitenden Geschäften. Dabei stehen sie allerdings auch vor Herausforderungen: Die hohen Versandkosten stellen für zwei von drei befragten Händlern eine Hürde dar. Für circa 45% sind das Retourenmanagement sowie Zollvorschriften und -gebühren große Hindernisse beim Vertrieb der Ware ins Ausland.
Der HDE warnte im Hinblick auf die Diskussion zum Geoblocking auf europäischer Ebene kürzlich davor, die Vertragsfreiheit von Onlinehändlern einzuschränken. Die EU-Kommission solle darauf achten, dass Händler im Web auch in Zukunft frei entscheiden können, in welchen Ländern sie welche Waren zu welchen Konditionen anbieten. Die Kenntnis und Anwendung von 28 verschiedenen Rechtssystemen in der EU sei für viele Unternehmen nicht zu leisten, weshalb es nicht sinnvoll sei, Händler dazu zu zwingen, EU-einheitlich präsent zu sein.
