Die deutschen Konsumenten kauften im Jahr 2015 Waren im Wert von 52,37 Mrd. Euro und digitale Dienstleistungen im Wert von 12,97 Mrd. Euro im Online- und Versandhandel; 46,9 Mrd. Euro davon wurden über ersteren Kanal umgesetzt, der somit einen Anteil von knapp 90% ausmacht. Der Onlinehandel mit Waren wuchs um 12%; Bekleidung ist nach wie vor die mit Abstand beliebteste Kategorie. Zu diesen Ergebnissen führte die Verbraucherstudie des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh).
Im Segment Bekleidung wurde im E-Commerce ein Umsatz in Höhe von 10.016 Mio. Euro (2014: 8.497 Mio. Euro; +18%) erzielt. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen Elektronikartikel und Telekommunikation sowie Bücher und Ebooks. Online-Marktplätze bilden mit einem Umsatz von 24.950 Mio. Euro (2014: 23.907 Mio. Euro; +4%) über die Hälfte des Gesamtumsatzes des E-Commerce ab. Multichannel-Versender setzten 13.976 Mio. Euro (2014: 11.309 Mio. Euro; +27%) um, wobei insbesondere Bekleidung und Möbel bevorzugt über diesen Versendertyp gekauft wurden. An dritter Stelle folgen die Internet Pure Player – über die unter anderem häufig der Kauf von Schuhen getätigt wird – mit einem Umsatz von 6.308 Mio. Euro (2014: 5.935 Mio. Euro; +6%).
Der bevh erwartet im E-Commerce für 2016 ein Plus von 4% auf 54,5 Mrd. Euro im Interaktiven Handel und ein Anstieg um 12% auf 52,5 Mrd. Euro.
