Drees & Sommer: Nachhaltigkeitsstrategien im Handel

  /  27.09.2022

Das Beratungsunternehmen Drees & Sommer fokussiert die Kombination technischer und nachhaltiger Innovationen, um ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln…

Tasja Schneider

„Kunden wissen, was sie in Bezug auf Nachhaltigkeit wollen, aber wissen das die Brands auch?“ Dieser Frage nimmt sich das auf Bau und Immobilien spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer an, mit dessen Hilfe sich Bedarf und Möglichkeiten der Unternehmen analysieren und zu einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie zusammenführen lassen. Durch die Herausforderungen für den Einzelhandel wie Pandemie und Inflation gelte es, nicht nur neue Wege für die Kundenansprache zu finden, sondern auch den Ansprüchen selbiger gerecht zu werden. Laut GfK sank das Konsumklima in den vergangenen Monaten auf ein Rekordtief, nicht aber der Fokus auf Nachhaltigkeit: 68% der Befragten in Deutschland fordern von Unternehmen, nachhaltig zu handeln.

„Kunden möchten wissen, was sie einkaufen, sie möchten Qualität statt Quantität. Aber nicht nur das: Sie möchten wissen, welche Luft sie einatmen – Mindfulness und Authentizität bewegen uns als Gesellschaft. Wir leben bewusster und achtsamer“, so Tasja Schneider, Senior Projektleiterin bei Drees & Sommer SE am Standort Hamburg. Unternehmen müssten sich zunächst darüber klar werden, wie weit Umweltschutz in die Unternehmens-DNA aufgenommen werden soll. Erst 30% der Unternehmen im Einzelhandel haben laut Drees & Sommer eine Nachhaltigkeitsstrategie. „Was nützt die umweltbewusste Kollektion aus recycelten Rohstoffen, wenn das Gebäude und der Store alles  andere als umweltschonend sind? Kunden merken, wenn Unternehmen es nicht ernst meinen – und das kann Reputation einbüßen“, so Schneider weiter.  

Ein funktionierender Omnichannel und Augmented Reality seien zur Flächenbereinigung und als Teil der Flächenoptimierung ein Aspekt, die Einbeziehung der Supply Chain und Zuliefererinnen und Zulieferern ein weiterer. Neben der Innenstadtoptimierung mit den Kommunen brauche es gemeinsame Konzepte der „Willigen“, ein Vorangehen mit Mitbewerberinnen und -bewerbern sowie eine aktive Mitgestaltung von Nachnutzungskonzepten. Zudem müsse sich der Weg vom freiwilligen Fairtrade hin zu Verpflichtungen der Großunternehmen und des Mittelstands entwickeln. Auch hier sei es eine Frage der Haltung, eine branchenweite Selbstverpflichtung zur CO2-Reduzierung zu initiieren. 

Mit der Anfang 2022 in Kraft getretenen EU-Taxonomie spiele Nachhaltigkeit im Finanzsektor, und damit auch in der Immobilienbranche, eine wichtige Rolle. Damit werden Finanzströme in umweltbewusste Immobilien-Investments gelenkt: Laut UNEP (United Nations Environment Programme) seien Gebäude für rund ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen sowie 50% des Verbrauchs an natürlichen Ressourcen verantwortlich. Die EU-Taxonomie ist sowohl bei Neubauten als auch bei der Optimierung von Bestandsgebäuden anwendbar. Neben dem grünen Gebäude (Green Building) sei die langfristige kreislauffähige Nutzung sowie Bewirtschaftung des Gebäudes ebenso von Bedeutung. Dies können so genannte grüne Mietverträge (Green Leases) sicherstellen.

Langfristig werden die Brands am Markt bestehen, die eine glaubhafte Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen und diese transparent kommunizieren, ist sich das international tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart sicher. Drees & Sommer begleitet private und öffentliche Bauherren sowie Investorinnen und Investoren seit über 50 Jahren in allen Fragen rund um Immobilien und Infrastruktur, analog und digital. Durch Beratung bietet das Unternehmen Lösungen für erfolgreiche Gebäude, renditestarke Portfolios, leistungsfähige Infrastruktur und lebenswerte Städte an. In interdisziplinären Teams unterstützen 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an weltweit 51 Standorten Auftraggeberinnen und Auftraggeber unterschiedlichster Branchen. Alle Leistungen werden unter der Prämisse erbracht, Ökonomie und Ökologie zu vereinen. Diese ganzheitliche Herangehensweise heißt bei Drees & Sommer „the blue way“. Das Unternehmen steht gemeinsam mit dem Umweltberatungsinstitut EPEA GmbH – Part of Drees & Sommer in Hamburg für Cradle to Cradle in der Baubranche.

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