Douglas rutscht tief in die roten Zahlen

  /  14.05.2026

Douglas hat im zweiten Quartal einen dreistelligen Millionenverlust verbucht. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch hohe Abschreibungen…

Der Parfümeriehändler Douglas meldete für das zweite Geschäftsquartal 2025/26 einen Nettoverlust von 124,6 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei 41,3 Mio. Euro gelegen. Hauptgrund waren Abschreibungen in Höhe von 113,5 Mio. Euro auf die französische Tochter Nocibé sowie Parfumdreams.

Der Umsatz stieg gleichzeitig leicht um 1,1 Prozent auf 949,7 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA sank jedoch um 5,1 Prozent auf 116,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 13,0 auf 12,2 Prozent.

Douglas verweist auf hohe Preissensibilität der Kund*innen, geopolitische Unsicherheiten sowie zunehmenden Promotionsdruck im europäischen Beauty-Markt. CEO Sander van der Laan erklärte, der Premium-Beauty-Markt in Europa finde derzeit „ein neues Gleichgewicht“.

Parallel treibt das Unternehmen den Umbau des Geschäftsmodells weiter voran. Dazu gehören KI-gestützte Beratungsangebote wie der „AI Beauty Advisor“, Investitionen in den Onlinehandel sowie die Neuausrichtung von Parfumdreams als stärker eigenständiger Pure Player. In diesem Zusammenhang werden 10 der 18 Parfümerie-Akzente-Standorte in Deutschland geschlossen.

Zum Quartalsende betrieb Douglas weltweit 1.970 Stores inklusive Franchise. Im Berichtszeitraum eröffnete das Unternehmen 11 neue Filialen, schloss 12 Standorte und modernisierte 20 Geschäfte.

Key Facts: Douglas Group
Gründung: 1910
Sitz: Düsseldorf, Deutschland
Segment: Premium Beauty Retail
Kernkompetenz: Parfümerie- und Beautyhandel
Positionierung: europäischer Premium-Beauty-Anbieter
Aktuelle Strategie: Omnichannel- und KI-Ausbau
Produktfokus: Beauty, Duft und Pflegeprodukte
Zielgruppe: Premium-Beauty-Konsument*innen
Vertrieb: stationärer Handel, Franchise und E-Commerce

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