Dhaka Apparel Summit regt zur Diskussion an

  /  22.02.2017

Am 25. Februar 2017 findet der Dhaka Apparel Summit statt, der als offener Dialog über die Textil- und Bekleidungsindustrie in Bangladesch fungieren soll…

Bangladesch will sich als Knotenpunkt der weltweiten Textilindustrie präsentieren und mit dem „Dhaka Apparel Summit 2017“ einen Dialog eröffnen, der Strategien für eine nachhaltigere Gestaltung der Wertschöpfungskette unter lokalen und globalen Gesichtspunkten formulieren soll. Die vom Verband der Bekleidungshersteller und -exporteure des Landes in Zusammenarbeit mit der Bangladesh Apparel Exchange veranstaltete internationale Fachkonferenz findet am 25. Februar 2017 im Pan Pacific Sonargaon Hotel statt, unter anderem in Anwesenheit von Premierministerin Scheich Hasina Wajed. Der „Dhaka Apparel Summit“ stellt ein Forum bereit, auf dem Erfahrungen und Zukunftsvisionen darüber, wie sich in den kommenden Jahrzehnten ein nachhaltiges Branchenwachstum sicherstellen lässt, ausgetauscht und erörtert werden können. 

Mit drei Podiumsdiskussionen wollen die Veranstalter den offenen, interaktiven Charakter der Veranstaltung betonen. An den Gesprächsrunden werden Regierungsangehörige, internationale Organisationen und Wirtschaftsexperten ebenso teilnehmen wie Vertreter von Unternehmen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Entwicklungsorganisationen, Sprecher der Zivilgesellschaft, Akademiker und Medienvertreter aus dem In- und Ausland. 

Update: Die Ethical Trade Initiative (ETI) und Mitglieder wie C&A, H&M, Inditex, Next and Tchibo haben die Teilnahme am Dhaka Apparel Summit abgesagt. Die aktuelle Einschüchterung von Arbeitern in Bangladesch stünde im Widerspruch zu einer fortschrittlichen Industrie, die die nachhaltige Entwicklung dieses Bereichs sicherstellen wolle. Man hoffe, dass die Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association (BGMEA) und die Bangladesh Apparel Exchange (BAE), Veranstalter des Summits, der ETI Gehör schenken.

Mitte Dezember letzten Jahres wurde in Ashulia für eine Verdreifachung des Mindestlohns gestreikt. Daraufhin sollen mindestens 1.600 Arbeiter entlassen und 35 Aktivisten festgenommen worden sein.

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