Dolce & Gabbana musste für die Werbekampagne „DG loves China“ bereits viel Kritik einstecken und die Fashion Show in Shanghai wurde vom Cultural Affairs Bureau of Shanghai gecancelt – jetzt wird die Marke außerdem von verschiedenen großen E-Commerce-Plattformen verbannt, darunter Alibaba, JD.com, Yoox, Amazon China und Net-A-Porter. Das italienische Label hatte ein Video veröffentlicht, in dem eine Chinesin versucht, italienische Lebensmittel mit Stäbchen zu essen. Auf dem Instagram-Account Diet_Prada wurden anschließend Screenshots gepostet, auf denen Gründer Stefano Gabbana über sein verifiziertes Instagram-Konto mit einem User diskutiert. Gabbana soll unter anderem gesagt haben, dass er von nun an in jedem internationalen Interview sagen werde, dass China „scheiße“ sei, wobei er statt des Worts mehrere entsprechende Emojis benutzt haben soll. Zudem sei der Kampagnen-Post nur gelöscht worden, weil sein Büro so dumm sei, wie ein Großteil der Chinesen. Dolce & Gabbana entschuldigte sich anschließend, ebenfalls via Instagram, und erklärte, dass sowohl der Account der Marke als auch der von Gabbana gehackt worden sei und rechtliche Schritte eingeleitet würden.
Viele Prominente wollen die Marke künftig boykottieren. Im Netz finden sich mittlerweile außerdem zahlreiche Fotos und Videos von Konsumenten, die ihre D&G-Produkte zerstören, verbrennen oder damit den Fußboden putzen. Vor den Stores des Brands in Beijing und Shanghai sollen mittlerweile Securitys und Polizisten stehen.
Update, 25. November 2018: Per Video entschuldigten sich die beiden Gründer nun und betonten ihren Respekt für China.
D&G Shitstorm zieht weite Kreise
/ 23.11.2018D&G kämpft wegen Rassismusvorwürfen, ausgelöst durch eine Kampagne, mit einem Shitstorm. Nun streichen E-Commerce-Plattformen die Marke aus dem Portfolio…

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