Colloseum stellt Insolvenzantrag

  /  02.04.2020

Das Fast Fashion-Unternehmen Colloseum hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Besonders hart getroffen hätten das Unternehmen…

Colloseum hat beim Amtsgericht Duisburg einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Der stationäre Handel in der Fast Fashion-Branche sei in den letzten Jahren herausfordernd gewesen, aber die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Schließung der Stores hätten die Kette nun besonders hart getroffen. Man werde alles unternehmen, die Colloseum Unternehmensgruppe zu erhalten.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Axel Schwentker von der Sozietät Schwentker Bückmann, Oberhausen, bestellt. Gemeinsam würden Wege gesucht, das Unternehmen zu sanieren. Der Geschäftsbetrieb soll aufrechterhalten bleiben. Es sei beabsichtigt, die Löhne und Gehälter der Angestellten vorzufinanzieren.

Der Webshop ist derzeit offline. Auf der Seite heißt es, das gesamte Team habe in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, auch in diesen schwierigen Zeiten die Produkte online zur Verfügung stellen zu können. Aufgrund der angespannten weltweiten Lage könne man die Verfügbarkeit des gesamten Sortiments aber leider nicht mehr garantieren und bitte um Verständnis, dass der Onlinestore kurzzeitig schließen werde.

Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 1.200 Mitarbeiter in 136 Stores, in Österreich und dem Baltikum 400 Mitarbeiter in 65 Stores.

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