CCC verklagt Levi’s wegen Social-Washing

  /  06.05.2026

Eine Klage gegen Levi’s erhöht den Druck auf ESG-Kommunikation in der Modebranche. ESG bezeichnet Standards zu Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung…

Die Clean Clothes Campaign (CCC) hat gemeinsam mit vier Verbraucher*innen Klage gegen Levi Strauss eingereicht. Unterstützt wird das Verfahren von der niederländischen Organisation SOMO. Hintergrund sind Aussagen des Unternehmens zu Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.

Im Zentrum steht eine Fabrik in der Türkei, die laut CCC exklusiv für Levi’s produziert haben soll. Beschäftigte verloren nach Protesten und gewerkschaftlichen Aktivitäten ihre Arbeitsplätze. Die Kläger*innen werfen dem Unternehmen irreführende Aussagen zu fairen Arbeitsbedingungen vor.

Die Klage basiert auf niederländischem Verbraucher*innenrecht und verbindet Nachhaltigkeitskommunikation erstmals direkt mit möglichen Fällen von Social-Washing. Laut SOMO hat Levi’s Teile seiner Aussagen zu Arbeitsbedingungen inzwischen von Unternehmensseiten entfernt.

Parallel verschärft sich der regulatorische Druck auf ESG-Kommunikation. Die geplante EU Green Claims Directive soll Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen stärker kontrollieren und belegbar machen.

Für die Branche wächst damit das Risiko juristischer Auseinandersetzungen rund um ESG-Claims. Neben Umweltversprechen geraten zunehmend auch Aussagen zu Arbeitsbedingungen und sozialer Verantwortung in den Fokus.

Key Facts: Levi Strauss & Co.

Gründung: 1853
Sitz: San Francisco, USA
Segment: Denim / Fashion
Kernkompetenz: Denim und Casualwear
Positionierung: globale Lifestyle-Marke
Aktuelle Strategie: Nachhaltigkeits- und ESG-Kommunikation
Produktfokus: Denim, Bekleidung, Accessoires
Zielgruppe: Konsument*innen weltweit
Vertrieb: Wholesale, Retail, E-Commerce

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