Der Damenmodefilialist c.a.r.o GmbH, mit 45 Shops in Deutschland, hat Insolvenz angemeldet, da dem Unternehmen nach einem „witterungsbedingt sehr schlechten Wintergeschäft“ die Zahlungsunfähigkeit drohte. Daraufhin hat das Amtsgericht Münster Rechtsanwalt Sebastian Nolte von der bundesweit tätigen Kanzlei Jaffé Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. In ersten Gesprächen konnte er zusammen mit der Geschäftsführung erreichen, dass der Verkauf an allen Standorten vorerst uneingeschränkt weiterlaufen kann. Für die 251 Mitarbeiter sei die Insolvenzgeldvorfinanzierung auf dem Weg, so dass sie bis mindestens Ende Juni 2016 ihre regulären Lohn- und Gehaltszahlungen erhalten.
„Die Ausgangslage für die Sanierung ist schwierig, weil die stationäre Modebranche in Deutschland derzeit generell unter einer schwachen Nachfrage leidet und das Unternehmen bereits 2014 ein Insolvenzverfahren durchlaufen hat. Auf der anderen Seite habe ich hier einen geordneten Betrieb mit funktionierenden Prozessen, einer starken Marke und sehr motivierten Mitarbeitern. Im Unterschied zu anderen Unternehmen ist c.a.r.o. auch in der Lage sehr schnell und flexibel zu reagieren, weil die eigenen Kollektionen mit einer kurzen Vorlaufzeit von nur wenigen Wochen in die Geschäfte kommen. Damit ist die Kapitalbindung im Vergleich zu Wettbewerbern relativ gering. Auf diesen Stärken können wir bei der Suche nach einer dauerhaften Fortführungslösung aufbauen“, so Nolte. Mit der Suche nach potenziellen Investoren, die den Modefilialisten als Ganzes oder in Teilen übernehmen könnten, wurde bereits begonnen.
Die c.a.r.o. GmbH wurde im Juni 2014 gegründet, um den Geschäftsbetrieb der insolventen Carolin Vanity GmbH & Co. KG zu übernehmen.
