Carl Semler schließt Insolvenz ab

  /  30.03.2026

Die Carl Semler Schuhfabrik hat die operative Restrukturierung nach gut einem Jahr abgeschlossen. Das Insolvenzverfahren soll Ende April aufgehoben werden…

Die Carl Semler Schuhfabrik GmbH & Co. KG hat die Restrukturierung abgeschlossen. Die Gläubiger im Eigenverwaltungsverfahren haben dem Insolvenzplan am 27. März 2026 einstimmig zugestimmt. Im Rahmen des Verfahrens habe Carl Semler Kosten einsparen und Potentiale heben können, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen, sagt Rechtsanwalt und Restrukturierungsberater Lukas Eisenhuth, Abel und Kollegen. Der gerichtlich bestellte Sachwalter, Rechtsanwalt Dr. Dennis Blank, mit dem der Insolvenzplan eng abgestimmt wurde, betont, dass durch die Annahme dieses Insolvenzplans auch die bestmögliche Gläubigerbefriedigung erreicht werden konnte.

„Wir sind stolz, dass wir das Know-how und unsere Produktion in Deutschland und Europa mit insgesamt rund 200 Mitarbeitern erhalten konnten, sodass wir auch trotz der schwierigen gesamtpolitischen Lage weiter in gewohnt guter Qualität lieferfähig sind“, ergänzt Geschäftsführer Jürgen Becker, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Neffen, Sven Tretter, in der sechsten Generation fortführen wird, nachdem Stefan Markert Ende 2025 ausgeschieden ist.

Die laut eigenen Angaben älteste Schuhfabrik Deutschlands, die seit 1863 Damenschuhe fertigt, hatte Anfang 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Die Produktion in Pirmasens wurde geschlossen und ins Werk nach Ungarn verlagert, der Stammsitz bleibt. Das Eigenverwaltungsverfahren kann nun voraussichtlich zum 30. April 2026 aufgehoben werden.

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