C&A investiert in Sicherheitsmaßnahmen

  /  06.12.2012

C&A zieht Konsequenzen aus dem Brand bei Tazreen Fashion in Bangladesch, bei dem über 100 Menschen ums Leben kamen und investiert in Programme für Feuerschutz bei den dortigen Zulieferern.

Nach einer dreitägigen Untersuchung des Brandunglücks bei Tazreen Fashion ist Phil Chamberlain, Leiter für Nachhaltigkeit der zuständigen Abteilung bei C&A, aus Bangladesch zurückgekehrt. „Wir werden mit der Bangladesh Garment Manufacturers and Exporters Association zusammenarbeiten, um herauszufinden, wie wir den betroffenen Familien bestmöglich helfen können. Als Sofortmaßnahme werden C&A und die C&A Foundation gemeinsam mit anderen lokalen Organisationen kooperieren, um Kindern, die bei dem Brandunglück ihre Eltern verloren haben, ein Zuhause zu geben und den Schulbesuch zu ermöglichen. In diesem Sinne fühlt sich C&A mit den Familien der Opfer nachhaltig verbunden“, so Chamberlain.

Weiter heißt es: „Unser Auditierungsprozess wurde mit sofortiger Wirkung verstärkt. Ab sofort ist nicht nur die grundlegende Sicherheits- und Qualitätsprüfung, sondern auch die tiefer gehende SOCAM-Auditierung [Service Organisation for Compliance Audit Management] verpflichtend, bevor ein Produktionsauftrag bei einem Zulieferer in Bangladesch platziert werden darf. Der gleiche Prozess wird auf alle Zulieferer weltweit übertragen. Darüber hinaus werden bis Ende Dezember dieses Jahres in sämtlichen Unternehmen, die im Auftrag von C&A in Bangladesch produzieren, SOCAM-Auditierungen durchgeführt.“

C&A will zudem finanzielle Mittel für die Nachrüstung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung stellen. Konsequenterweise sollen außerdem alle Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten eingestellt werden, die nicht bereit sind, diesen Sicherheitsstandards zu entsprechen. Insgesamt will das Unternehmen 5 Mio. Euro für die Maßnahmen zur Verfügung stellen.

Jeff Macho, Mitglied der europäischen Geschäftsleitung für den Bereich Sourcing: „Wir sind ein werteorientiertes Unternehmen, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen, wir sind bestürzt über die Todesfälle bei Tazreen Fashion. Die Verbesserung der Sicherheits- und Arbeitsbedingungen in den Lieferketten ist ein klar definiertes Ziel. Doch diese Tragödie führt uns allen vor Augen, dass die Geschwindigkeit der Veränderungsprozesse nicht ausreicht. Wir müssen die Dinge anders angehen und bei uns selbst anfangen: Wir hatten bereits damit begonnen, unsere gesamte Lieferkette zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sich alle Beteiligten auf der Basis gemeinsamer Werte zum Schutz der Mitarbeiter bekennen. Wir werden unsere eigenen Maßnahmen verstärken und beschleunigen. Wir sind uns aber auch bewusst, dass ein Unternehmen allein eine branchenweite Herausforderung nicht lösen kann. Daher werden wir weiterhin mit anderen Einzelhändlern, Zulieferern sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeiten, um eine tief greifende Veränderung in den Lieferketten zu erreichen, auf die sowohl wir bei C&A als auch unsere Kunden stolz sein können.“

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