Bundesweiter Lockdown ab 16. Dezember

  /  13.12.2020

Der zweite komplette Shutdown ist beschlossen – ab dem 16. Dezember müssen alle Shops, mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf, schließen…

Am heutigen 13. Dezember 2020 haben Bund und Länder aufgrund der Corona-Pandemie für Deutschland eine erneute Schließung des Einzelhandels, inkl. Friseursalons, ab Mittwoch, 16. Dezember 2020, beschlossen. Mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf müssen alle Stores bis zunächst zum 10. Januar 2021 schließen. Der Anfang November gestartete „Lockdown light“ habe nicht gereicht, erklärte Angela Merkel.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) macht deutlich, dass die bisher geplanten Hilfsprogramme für die Einzelhändler nicht ausreichen. „Der Einzelhandel hat in den letzten Monaten mit seinen Hygienekonzepten einen großen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geleistet. Wenn jetzt Geschäftsschließungen als notwendig angesehen werden, darf die Bundesregierung die Branche nicht im Regen stehen lassen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der betroffene Nonfood-Handel wird nach HDE-Einschätzung bei einem bundesweiten Lockdown ab Mittwoch in einem Bereich von -60% für den Dezember landen. Im Vorjahresvergleich würden so zwölf Mrd. Euro Umsatz für die Händler verloren gehen. Der Lockdown trifft knapp 200.000 Handelsunternehmen. „Dass viele Händler jetzt mitten im Weihnachtsgeschäft, der umsatzstärksten Zeit des Jahres, zusperren müssen, trifft die Branche und die Innenstädte hart. Das werden viele Unternehmen ohne entsprechende Staatshilfen nicht überstehen“, so Genth. Der HDE fordert deshalb für den Dezember eine Gleichbehandlung mit der Gastronomie und die Aufnahme der Branche in die Dezemberhilfen. Ab Januar müsse dann eine neue Form der Finanzhilfe gefunden werden.

Finanzminister Olaf Scholz plant neue Wirtschafts- und Überbrückungshilfen; u.a. sollen bis zu 90% der Fixkosten geschlossener Läden übernommen werden können.

In einem Brandbrief richtete sich der Einzelhandel vor der Lockdown-Entscheidung an die Entscheidungsträger/innen. Darin hieß es unter anderem, der Ernst der Pandemie sei allen bewusst und man setze seit Monaten selbstverständlich Hygiene-Konzepte um. Der Dezember sei allerdings der mit Abstand wichtigste Monat für den Handel, bei einem erneuten Lockdown drohe dem Handel eine Erosion, die irreparable Auswirkungen nach sich ziehe.

FÜR DEN VOLLSTÄNDIGEN INHALT DIESER SEITE, MELDEN SIE SICH BITTE AN.

Noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt für den kostenfreien 1st-blue-Business Club.
Als Teil unserer Community erhalten Sie Zugriff auf Branchen-News, Orderinfos, Netzwerktools und den wöchentlichen B2B-Newsletter.