BTE warnt vor Rotpreiswelle

  /  17.12.2012

Die aktuelle Saison verlief laut BTE bis dato für den Modehandel eher durchwachsen – die Reaktion vieler Stores sei aber nicht die richtige. Zu frühe Rabatte bei Winterware seien betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll.

Die Herbst/Winter-Saison 2012/13, und dabei vor allem der November, ist laut BTE – Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels – für den Modehandel bislang nur mäßig verlaufen; es fehlte an ausreichender Kundenfrequenz und passender Kaufstimmung und obwohl die Vorlagen aus 2011 eher schwach waren, brachten die vergangenen Wochen nahezu durchweg ein Umsatzminus. Herrenbekleidung laufe zwar etwas besser als Damenbekleidung, insgesamt aber habe das Minus Ende November bei 1 bis 2% gelegen.

Zum Monatswechsel haben deshalb viele Stores bereits erste Rabattaktionen durchgeführt, die sich in den nächsten Wochen verstärkt fortsetzen werden. Vor diesem Hintergrund warnt der BTE davor, echte Winterware zu früh im Preis zu reduzieren. Bei Übergangsware, älteren Monatsprogrammen und schlecht laufenden Artikeln könne dies zwar betriebswirtschaftlich sinnvoll sein, warme Winterware sollte jedoch ausgenommen werden, da die Vergangenheit gezeigt habe, dass die meisten Kunden bei den passenden Temperaturen bereit seien, für wärmende Bekleidung auch gegen Saisonende noch reguläre Preise zu zahlen.

Der BTE empfiehlt ein schrittweises Vorgehen, das bei schlecht laufenden Artikeln und älteren Programmen und/oder bei Rabatten von 10 bis höchstens 30% beginnt. Erst zum Ende der Reduzierungsphase sollten höhere Preisabschläge vorgenommen werden. Diese Schritte sollten zudem unterschiedlich beworben werden, um Kunden immer wieder neu anzulocken.

Das Ende der Reduzierungsphase sollte dann der Schlussverkauf bilden, für dessen Start der BTE Montag, den 21. Januar 2013, vorschlägt.

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