BTE: Textil bleibt Marktführer

  /  01.10.2012

Nach BTE-Berechungen bleibt der Textil- und Bekleidungshandel mit einer Steigerung von 2,5% wichtigster Absatzmarkt für das Segment. Zudem zeigt sich ein Wachstum beim Online- und Versandhandel, der Umsatz stieg um 5,9%. Kein Plus können Kauf- und Warenhäuser verzeichnen.

Im Jahr 2011 wurden durch den gesamten Einzelhandel insgesamt 59,4 Mrd. Euro in den Bereichen Bekleidung und Textilien umgesetzt, was einen Umsatzzuwachs von 2,7% gegenüber dem Vorjahr darstellt. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels.

Im Vergleich der Vertriebswege gilt der Fachhandel nach wie vor als wichtigster Absatzkanal für Bekleidung und Textilien. Hier stieg der Umsatz im Jahr 2011 um 2,5% auf 35,8 Mrd. Euro. Insgesamt knickte der Markanteil des Textilfachhandels gegenüber 2010 nur leicht um 0,2% ein und liegt nun bei 60,2%. Zu diesem Bereich zählen Unternehmen, die überwiegend Bekleidung und Textilien verkaufen. Dazu gehören neben spezialisierten mittelständischen Fachgeschäften auch Filialisten sowie Fachgeschäfte und Fachmärkte für Haus- und Heimtextilien.

Als größter Mitbewerber des stationären Textilfachhandels wird der Versandhandel angesehen, der auch den Onlinehandel einschließt. Hier stieg der Umsatz mit Bekleidung und Textilien deutlich um 5,9% auf 8,47 Mrd. Euro und kann somit einen Marktanteil von 14,3% verbuchen. Unverändert in Bezug auf den Umsatz folgen die Kauf- und Warenhäuser mit einem Anteil von 9,3% und einem Umsatz von 5,5 Mrd. Euro.

Statistisch betrachtet gab nach BTE-Berechnungen im Jahr 2011 jeder Einwohner pro Kopf rund 725 Euro für Bekleidung und Textilien im inländischen Einzelhandel aus. Hierunter fallen zudem Ausgaben ausländischer Touristen, während das Konsumverhalten der Deutschen im Ausland nicht berücksichtigt wurde. Nicht gewertet wurden zudem im Bereich Einzelhandel Direktverkäufe von Industrie und Großhandel an Endverbraucher sowie der Absatz über das selbstständige Handwerk, das Objektgeschäft und Verkäufe an Firmen und Behörden. Diese Verkäufe umfassen nach Schätzungen des BTW ein Volumen von mehr als vier Mrd. Euro.

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