30% der Teilnehmer der aktuellen BTE-Umfrage konnten im vergangenen Jahr bessere Umsätze, 31% höhere Erträge erwirtschaften. Dagegen mussten 59% einen Umsatz-, 45% einen Ertragsrückgang hinnehmen. Der Hauptgrund für letzteres sei laut BTE in der Entwicklung der Kosten zu finden. Bei rund 27% der Befragten haben sich diese zwar verringert, bei 26% seien die Kosten stabil gewesen, fast die Hälfte habe jedoch eine Verschlechterung der Kostensituation verkraften müssen. Diese konnte darüber hinaus nur selten (bei etwa 21% der Befragten) über eine Verbesserung der Eingangsspannen kompensiert werden.
Eine wichtige Rolle bei der Ertragssituation spiele auch die Entwicklung der Kundenfrequenz, die sich bei 64% der Teilnehmer verringerte und lediglich bei einem Prozentsatz von 14 verbesserte. Laut Umfrage bereiten dem Modefachhandel die rückläufigen Zahlen mit 72% die größten Sorgen, gefolgt vom Wettbewerb im Internet (66%), der Entwicklung der Energiekosten (62%) sowie der Umsätze (53%). Den Wettbewerbsdruck im stationären Handel sehen im Gegensatz dazu nur 24% der Befragten als problematisch an.
Die Prognose für 2013 ist eher verhalten. Gut ein Drittel der Unternehmen rechnet mit einem Umsatzplus, 33% mit einem Pari und 36% mit einem Rückgang. Investitionen für das fortlaufende Jahr sollen vor allem in den Bereichen Qualifizierung des Personals, Neue (Werbe-) Medien, Ladenbau sowie Visual Merchandising fließen.
Die Internet-Aktivitäten der Industriepartner sind vielen Modefachhändlern ein Dorn im Auge. Mit einem Nennungsanteil von 62% belegt der Wunsch, die Lieferanten mögen auf einen eigenen Online-Vertrieb verzichten, den Spitzenplatz in der aktuellen BTE-Umfrage. An zweiter Stelle rangiert mit 59% das Verlangen nach Verbesserung der Kalkulation, unter anderem gefolgt von besserer Nachlieferfähigkeit, mehr Warenrücknahme und einer besseren Koordination der Ordertermine.
