Die seit dem Jahr 2000 voranschreitende Konzentration im Bekleidungsfachhandel hat laut Umsatzsteuerstatistik in 2011 noch einmal zugenommen. So zeigt diese, dass der Marktanteil von Unternehmen mit Umsätzen über 100 Mio. Euro nahezu 50% beträgt, während jener kleinerer Händler mit Nettoumsätzen unter einer halben Mio. Euro erstmals unter die 10%-Marke gerutscht ist. Demzufolge hat die Klasse der kleinsten Unternehmen seit der Jahrtausendwende 40% (6,5 Prozentpunkte) an Umsatz verloren, zeitgleich hat die Gruppe der Großhändler um mehr als 80% (12,6 Prozentpunkte) zugelegt.
Die rückläufige Entwicklung geht nach Angaben des BTE insbesondere damit einher, dass viele kleinere Bekleidungsfachhändler ihre Filialen, womöglich auf freiwilliger Basis, geschlossen haben oder aber in die nächste Umsatzgrößenklasse aufgestiegen sind. Lag die Zahl der Unternehmen mit Nettoumsatz bis zu einer halben Mio. Euro im Jahr 2000 noch bei knapp 29.800, zeigt die Statistik für 2011 den Rückgang um mehr als 11.000 – das sind 39,4% – auf rund 18.000. Dem gegenüber stieg die Zahl größerer Unternehmen leicht an.
Dies bestätige jedoch nicht, dass Konzerne der höheren Umsatzklasse generell erfolgreicher seien, der Zuwachs jener könne in erster Linie mit der Flächenexpansion erklärt werden.
