Der BTE fordert in der Debatte um verkaufsoffene Sonntage einfachere und rechtssichere Regeln. Der Verband kritisiert, dass Auflagen und Hürden in Bundesländern, Städten und Gemeinden vielerorts dazu führten, dass Sonntagsöffnungen gar nicht erst beantragt würden.
Im Mittelpunkt steht der sogenannte Anlassbezug. BTE-Hauptgeschäftsführer Rolf Pangels fordert dessen Abschaffung, weil sich die Regelung aus Verbandssicht als zu kompliziert und unsicher erwiesen habe. „Im schlechtesten Fall bleiben die betroffenen Unternehmen dann nicht nur auf den dafür aufgewendeten Organisations- und Arbeitskosten sitzen, sondern müssen sogar noch die nicht geleisteten Arbeitsstunden der eingeplanten Verkaufskräfte bezahlen, das ist ein Unding“, sagt Pangels.
Bei der Zahl verkaufsoffener Sonntage plädiert der Verband für Flexibilität. Bis zu vier Termine pro Jahr hält der BTE in den meisten Städten für wirtschaftlich sinnvoll und für Mitarbeitende tragbar. Für attraktive Standorte könne er sich aber auch „10 bis 12 Sonntage“ vorstellen, so Pangels.
Die Forderung steht im Zusammenhang mit der Debatte um das Zweibrücken Fashion Outlet. Der BTE verweist erneut auf aus seiner Sicht ungleiche Wettbewerbsbedingungen und fordert klare Regeln für Handel, Innenstädte und touristisch geprägte Standorte. „Die Politik sollte nun endlich die unsägliche Bürokratie rund um die Sonntagsöffnung abschaffen“, fordert Pangels.
Key Facts
Verband: BTE
Thema: Sonntagsöffnungen im Handel
Forderung: Vereinfachte Genehmigungspraxis
Kernpunkt: Abschaffung des Anlassbezugs
Richtwert: bis zu vier Sonntagsöffnungen in vielen Städten
Ausnahme: zehn bis zwölf Termine an attraktiven Standorten denkbar
Bezug: Debatte um das Zweibrücken Fashion Outlet
