Breuninger: Blumers will Umstrukturierung

  /  06.08.2012

Wolfgang Blumers fordert jetzt eine Umstrukturierung des Unternehmens Breuninger nach dem Gesellschafter-Modell der Robert Bosch GmbH. Der ehemalige Breuninger-Beirat will eine Beteiligung an dem Familienunternehmen erreichen, weshalb es in der Vergangenheit bereits zu Klagen kam.

Bei Breuninger brodelt es hinter den Kulissen weiter. Jetzt fordert Wolfgang Blumers, ehemals im Beirat des Unternehmens, eine Umstrukturierung nach dem Gesellschafter-Modell der Robert Bosch GmbH. Dies würde bedeuten, dass die Familien Breitschneider und Seidel ihre Anteile von 20% behalten und Willem van Agtmael, Geschäftsführender Gesellschafter, sowie Wienand Meilicke, Vorsitzender des Beirats und Gesellschafter, die jeweils 40% der Anteile halten, eine gemeinnützige Stiftung gründen würden, deren Beteiligung bei 79% läge. 1% ginge an eine Treuhand KG, die sich aus Agtmael, Meilicke, Blumers, Benno Stratmann, Theo Henselijn sowie den Familien Breitschneider und Seidel zusammensetzen könnte. Die Stiftung würde ihr Stimmrecht zugunsten der Breuninger Treuhand KG aufgeben. Diese Forderung bestätigte Wolfgang Blumers durch seinen Anwalt Mark Binz gegenüber 1st-blue. Seitens Breuninger wollte man auf Anfrage keine Stellung zu der Forderung beziehen.

Bereits am 15. Dezember 2011 hatte Blumers eine Klage am Landgericht Stuttgart gegen Agtmael und Meilicke eingereicht. Dabei ging es um die Behauptung einer Treuhandabrede über eine Beteiligung der drei Stiftungsvorstände aus dem Jahr 2004, die es aber nie gegeben haben soll. Die drei damaligen Mitglieder des Stiftungsvorstandes sollen getäuscht und um ihre Beteiligung gebracht worden sein. Ursprünglich war vorgesehen, dass alle Vorstandsmitglieder 80% des Unternehmens zu gleichen Teilen erwerben würden. Bereits Mitte Juni 2003 soll aber erkennbar geworden sein, dass dies nicht allen finanziell möglich sein wird. Im September 2003 trat Blumers als erster von einer Beteiligung zurück, da er sich gegenüber den Partnern seiner damaligen Anwaltskanzlei verpflichtet gefühlt haben soll. Nun soll Blumers bereits seit letztem Jahr versuchen, eine Beteiligung von 20% oder eine Zahlung in Höhe von 220,8 Mio. Euro einzufordern.

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