Nachdem sich die Bread & Butter von etlichen Marken, darunter auch etablierte Größen wie Tom Tailor, M.O.D oder Timezone, getrennt hat, besteht die Möglichkeit die Hangars des Flughafen Tempelhof neu zu strukturieren. Die Dimensionen dabei sind gewaltig. Allein in der ehemaligen Denim Base werden ca. 50% der Marken nicht mehr dabei sein. Ein Hangar von insgesamt sieben, Heimat der Area „Sport & Street“, bleibt geschlossen und wird künftig als Logistikfläche genutzt. Den Grund für die Selektion beschreibt Karl-Heinz Müller gegenüber 1st-blue so: „Der Markt verändert sich, und wir tragen der Entwicklung Rechnung. Wir fokussieren uns auf die Originale sowie auf interessante neue Labels und Konzepte. Und letztendlich dürfte jedem klar sein, dass es nicht darum geht, immer größer zu werden und neue Besucherrekorde aufzustellen. Wichtiger ist es doch, dem Handel Anregungen zu geben, nicht nur für die Order im Speziellen, auch für seine Sortimentsausrichtung insgesamt.“
Durch die Neuausrichtung der Messe generell, aber auch durch die Verschiebungen innerhalb der Areas, werden die Hangars ein neues Bild erhalten. Dazu beitragen werden auch diverse Restaurants, Bars und Cafés, die sich über die einzelnen Hallen verteilen. Die ehemalige Denim Base präsentiert sich als zeitgenössisches Urbanwear-Konzept, größere Stände und Präsentationen sind an den Rand versetzt und kleinere Stände ins Zentrum verlagert. Das Hallenlayout wurde nach dem Vorbild von Soho oder dem Meatpacking District in New York angelegt, unterschiedliche Standhöhen sorgen für interessante Brüche und heben die Monotonie auf.“ Die L.O.C.K. Area wird kleinteiliger, dort werden laut Müller „wirklich interessante Marken aus Japan erstmals ihre Kollektionen auf der Bread & Butter zeigen“.
Insgesamt wird die kommende Bread & Butter noch stärker unter das Motto „Mix & Match“ gestellt und soll in der Gesamtheit die urbane Welt für Damen und Herren abbilden. Müller: „Die Neuordnung ist von den Ausstellern sehr gut aufgenommen worden, die guten Marken wissen unser Handeln wertzuschätzen.“ Die Vision des Messechefs erklärt sein Vorgehen: „Als Impulsgeber für den Einzelhandel muss die Bread & Butter vorangehen und gestalten.“
Der jetzt eingeschlagene Prozess soll auch für künftige Veranstaltungen als Richtlinie gelten. Karl-Heinz Müller bringt das auf die griffige Formel: „Die Selektion ist ein ständiger Prozess und wie der Markt im stetigen Wandel. Wir bekennen uns zur neuen Ausrichtung, eben nicht Quantität, sondern Qualität. Und ganz ehrlich: Ich fühle mich sehr wohl dabei.“
Bread & Butter: Die Selektion geht weiter
/ 25.10.2012Vor ein paar Wochen schlugen die Wellen hoch, als die Bread & Butter verkündete, etliche Aussteller zur kommenden Veranstaltung nicht mehr zuzulassen. Die Messe bekommt so ein neues Gesicht, der jetzt eingeschlagene Prozess wird auch in Zukunft die Grundlage der weiteren Entwicklung sein.

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