Bogner: Stellenabbau und Fördermittel

  /  23.07.2020

Bogner verzeichnet positive Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2019/20 – die Umsetzung des Performance-Programms beinhaltet dennoch den Abbau von rund 150 Stellen…

Das bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie von Bogner mit der Unternehmensberatung EY entwickelte Performance-Programm, das die Marke „dauerhaft schneller, flexibler und ertragsstärker“ machen soll, sieht einen schrittweisen Stellenabbau vor. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen insgesamt rund 150 von insgesamt etwa 800 Arbeitsplätzen wegfallen. Davon werden insbesondere die Verwaltung in München und die firmeneigene Logistik in Heimstetten betroffen sein. Die Logistik soll innerhalb der nächsten zwei Jahre an einen Dienstleister ausgelagert werden. „Wir haben schon vor der Corona-Krise die Stellschrauben identifiziert, um das Unternehmen strukturell besser aufzustellen und den Erfolgskurs der letzten Jahre zu verstetigen. Die Pandemie ist nicht der Auslöser für das Performance-Programm, sie hat aber dessen Dringlichkeit noch einmal erhöht“, so Co-CEO Heinz Hackl. Zudem soll laut Medienberichten die Münchner Firmenzentrale verkauft werden.

Bogner hat im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von 163 Mio. Euro erzielt. Der Gewinn vor Steuern (EBT) lag bei 2,6 Mio. Euro, nach 0,3 Mio. Euro im letzten vergleichbaren Geschäftsjahr 2017/18. Das bereinigte Ebitda steigerte das LAbel um 7% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017/18 auf rund 11 Mio. Euro. „Bogner ist wirtschaftlich stabil in die Corona-Krise gegangen. Wir haben schnell und flexibel auf den Lockdown reagiert und konsequent gegengesteuert“, so Gerrit Schneider, Co-CEO. Bogner befinde sich kurz vor dem Abschluss eines Finanzierungspakets. Dieses soll neben einem Konsortialkredit auch staatliche Fördermittel der LfA Förderbank Bayern zur Deckung der Folgen der Corona-Krise beinhalten. „Die geplante Finanzierung sichert nicht nur unsere finanzielle Stabilität für die nächsten drei Jahre, sondern ermöglicht uns auch Investitionen in wichtige Zukunftsthemen. Mit diesem Rückenwind gestalten wir jetzt das Bogner von morgen“, so Schneider. „Wir werden unsere Marken weiterentwickeln und noch zielgerichteter im Luxusmarkt positionieren. Dieser wächst insbesondere in Asien und den USA dynamisch“, erklärt Hackl. „Wir werden auf unseren Fortschritten im globalen Online-Geschäft aufbauen und weitere starke Handelspartner gewinnen.“

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