Der Mord an George Floyd in den USA hat auch in der Modebranche für Aufsehen gesorgt. Neben dem Posten des schwarzen #Blackouttuesday-Quadrats in den sozialen Netzwerken als Zeichen der Solidarität wollen verschiedene Unternehmen spenden und teilweise intern für mehr Diversität sorgen. Adidas will 20 Mio. US-Dollar an Fonds, die die schwarze Community unterstützen, spenden und 50 Stipendien für schwarze Studierende stellen. Zudem will man in Amerika mindestens 30% von allen neuen Jobs an Afroamerikaner und Latinos vergeben. Dr. Martens will jeweils 110.000 Euro von der DM's Foundation an die Wohltätigkeitsorganisationen Black Lives Matter, The NAACP Legal Defense and Educational Fund, Inc. und Show Racism the Red Card spenden. Mytheresa stellt insgesamt 50.000 Euro der Organisation National Association for the Advancement of Colored People sowie der Campaign Zero zur Verfügung. Außerdem soll ein Diversity- und Inklusivitäts-Komittee soll gegründet werden.
Zalando steht derzeit in der Kritik. Der Retailer hatte ebenfalls ein schwarzes Solidaritätsquadrat gepostet, woraufhin Fernando Torres, ein ehemaliger Mitarbeiter, dem Unternehmen aufgrund eigener Erfahrungen Rassismus vorwarf. So sei er beispielsweise angewiesen worden, nicht zu viele Models of Colour zu buchen. Beschwerden bei der Personalabteilung gegen die entsprechende Person seien ohne Konsequenz geblieben. Zalando hat sich bereits geäußert, es sei eine interne Untersuchung eingeleitet worden. Der Ethik-Kodex von Zalando lege klare Erwartungen an das professionelle, ethische und verantwortungsbewusste Verhalten aller Mitarbeiter fest. Man nehme Torres' Aussagen sehr ernst und werde angemessene Maßnahmen ergreifen. Auf der Unternehmenswebsite erklärt man, dass Rassismus bei Zalando keinen Platz habe und man stolz darauf sei, ein internationales und diverses Team zu sein, in dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus über 130 Nationen und mit unterschiedlichstem Hintergrund, sei es Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit oder sexuelle Orientierung, zusammenarbeiten. Außerdem hätten 70% der Models, mit denen man regelmäßig zusammenarbeite, einen diversen Hintergrund. Auch in Zukunft werde es sich Zalando zur Aufgabe machen, die Vielfalt in allen Bereichen des Unternehmens stetig weiter zu verbessern und eine Modewelt mitzugestalten, in der alle willkommen sind.
#BlackLivesMatter in der Modebranche
/ 15.06.2020Nach dem Mord an George Floyd bekunden immer mehr Fashion-Firmen ihre Solidarität mit der schwarzen Community. Es stehen aber auch Unternehmen in der Kritik…

Foto: Dr. Martens
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