„Big Brother“-Vorwurf gegen Amazon

  /  16.03.2015

Der Onlineversender Amazon soll seine Mitarbeiter mit so genannten Inaktivitätsprotokollen minutengenau überwacht und unter Druck gesetzt haben…

In zeitlicher Nähe zum kommenden Osterfest will die Gewerkschaft Ver.di erneut zum Streik gegen den Onlinehändler Amazon aufrufen. Grund sei insbesondere die pedantische Mitarbeiterüberwachung anhand so genannter Inaktivitätsprotokolle, die der Zeitung Die Welt vorliegen. In dem entsprechenden Dokument wird minutengenau erfasst, zu welchem Zeitpunkt welcher Arbeitnehmer in welcher Art und Weise arbeitsinaktiv war und welcher Beschäftigung er nach Angaben welches Beobachters stattdessen nachgekommen sei. Damit wolle der Konzern die Arbeiter in den Logistikzentren laut Ver.di verstärkt unter Druck setzen, ein Vorwurf, den Amazon jedoch bestreitet. Bei dem vorliegenden Dokument handle es sich um einen Einzelfall, der sich vor längerer Zeit ereignet habe, zudem seien Verweise wegen Arbeitsunterbrechungen von ein bis zwei Minuten „absurd“.

Woher der Online-Player derlei präzise Daten erhalten haben könnte, ist unklar. Ver.di-Mitglied Stefan Najda geht jedoch davon aus, dass dies anhand der Handscanner möglich sei, die jeden Handgriff der Mitarbeiter protokollieren.

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