Das Jahr 2015 ist für den Schuheinzelhandel laut des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) „schwierig“ gewesen, denn von der positiven Konsumstimmung in Deutschland, die dem Einzelhandel insgesamt ein Wachstum von etwa 3% bescherte, konnte die Schuhbranche nicht profitieren. Bereits im ersten Halbjahr wurde ein Umsatzrückgang von 1,5% verzeichnet, enttäuschend verlief auch die zweite Jahreshälfte. Als Gründe werden die Onlinekonkurrenz, die Vertikalen und die zu milden Temperaturen in den Wintermonaten genannt.
Ende Dezember – nach einem schwachen Weihnachtsgeschäft – schloss der stationäre Schuheinzelhandel das Jahr nach ersten Berechnungen des BDSE mit einem Umsatzminus von rund 1% ab. Die kleineren und mittleren Unternehmen mussten ein Minus von etwa 2% verbuchen, während die größeren – nicht zuletzt aufgrund der Eröffnung neuer Filialen – bei einem Umsatz-Pari gelegen haben dürften. Der stationäre Schuhfachhandel, auf den rund zwei Drittel aller Schuhumsätze entfallen, hat laut BDSE ein Umsatzvolumen von 8,3 Mrd. Euro erzielt. Insgesamt sind im Einzelhandel 11,7 Mrd. Euro mit Schuhen umgesetzt worden, inklusive des Onlinehandels.
Dieser hatte ebenfalls mit den ungünstigen Witterungseinflüssen zu kämpfen, mit Schuhen soll im Durchschnitt aber dennoch ein Umsatzwachstum von rund 7% erzielt worden sein – was gemessen an den zweistelligen Wachstumsraten vor wenigen Jahren allerdings eine eher moderate Steigerung sei.
