BBB: Veränderung bringt Fokussierung

  /  08.07.2013

Die Frequenz betreffend war die Juli-Ausgabe 2013 der Bread & Butter nicht die stärkste, die veränderten Richtlinien haben sich laut Veranstalter jedoch als richtig erwiesen…

Die im Vorfeld viel diskutierten Veränderungen zur Bread & Butter, die vom 2. bis zum 4. Juli 2013 an den Start ging, haben sich laut Veranstalter als richtige Entscheidung erwiesen. So habe die neue Besucherregelung im Vergleich zu den vorherigen Ausgaben zwar eine geringere Frequenz gebracht, die Qualität der Fachbesucher sei dafür aber extrem hoch gewesen.

„Unsere Entscheidung, durch die neuen Besucherrichtlinien einen stärkeren Filter anzusetzen, hat sich als richtig erwiesen. Natürlich gab es im Vorfeld und an den Einlass-Countern unangenehme Szenen. Die Bread & Butter ‚Connect’ war eine professionelle und konzentrierte Veranstaltung. Die 630 Aussteller haben unsere Neuerung durchweg begrüßt und waren dankbar für das hochwertige Fachpublikum. In diesem Sinne werden wir weiterarbeiten“, so Messe-Chef Karl-Heinz Müller.

Darüber hinaus soll sich die Aufnahme der Bestseller Group ebenfalls als positiv erwiesen haben, die Schnittmenge zu den üblichen Bread & Butter-Besuchern sei wie erwartet hoch gewesen. Gefehlt hätten allerdings die Visitors aus Südeuropa.

„Die 29. Ausgabe der Bread & Butter war trotz der allgemein angespannten Wirtschaftslage in den Märkten eine insgesamt sehr gute Veranstaltung. […] Eigentlich müssen wir sehr zufrieden sein. Dennoch… Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, hat Sepp Herberger einmal gesagt. Hierzu möchte ich ergänzen: Wer den Ball hat, wird angegriffen“, kommentiert Karl-Heinz Müller die Entscheidungen.

Auch die Aussteller zeigen sich mit der Sommer-Edition 2013 der Messe gegenüber 1st-blue grundsätzlich zufrieden: Constanze Alef, Geschäftsführerin von Fredsbruder: „Die Stimmung bei uns auf dem Stand war sehr gut, auch die Frequenz war höher als bei der vorherigen Bread & Butter. Wir beobachten die Entwicklung dieser und der frühen Messen in Berlin im Allgemeinen aber kritisch. Insbesondere hat uns die ‚mainstreamige’ Ausrichtung der Bread & Butter gewundert. Wir sehen uns in der kommenden Saison gerne wieder dort, denn am Ende ist sie doch die spannendste Messe in Berlin.“

„Die Stimmung auf der B&B war wieder einmal gut. Seitens der Besucherzahl auf der Messe generell habe ich es ein wenig ruhiger empfunden, dennoch hatte man den Eindruck, dass mehr Fachpublikum unterwegs war, das die Marken gezielter angesteuert hat. Hier ging es weniger nur um Schauen, sondern vielmehr um die Suche nach neuen Kollektionen und Alternativen – nach Mode, die in einem stagnierenden Markt erfolgreich sein könnte. Die Entscheidung, ob wir zur nächsten Ausgabe wieder mit Arqueonautas auf der Bread & Butter ausstellen, machen wir abhängig von der Entwicklung der Messen“, äußert sich Jan Erik van Dijk, CEO der House of Brands GmbH.

Lars Böttcher, Head of Design bei Rockstars & Angels, bemerkt: „Die Stimmung war soweit ganz gut. Ich bin der Ansicht, dass es immer sowohl für die Besucher als auch für die Aussteller besondere Tage sind, wenn wichtige Kunden schon direkt auf der Messe geschrieben haben oder sich einen Termin haben geben lassen, dann ist man ohnehin sehr positiv gestimmt, insbesondere, da wir das erste Mal auf der Veranstaltung ausgestellt haben. Wir konnten neben deutschen auch viele Neukunden aus dem Ausland wie Russland, Italien, den Niederlanden und der Türkei dazu gewinnen. Man hat gemerkt, dass fast ausschließlich Einzelhändler unterwegs waren, die eindeutig zur Zielgruppe der Brands passten. Es ist durchaus denkbar, wieder auf der Bread & Butter auszustellen, unsere Planung für die nächste Saison steht allerdings noch nicht.“

„An unserem Stand war die Stimmung sehr positiv. […] Typisch für unsere Branche ist, dass immer nach etwas Negativem gesucht und dann viel darüber gesprochen wird. Die Bread & Butter ist eine einzigartige Veranstaltung mit einer Atmosphäre, die ihresgleichen sucht, die Organisation ist nahezu perfekt. Einziger Wehrmutstropfen war, unsere Agenturen auf der Beschaffungsseite sowie unsere Hauptlieferanten auf die Messe zu bekommen. Man darf nicht vergessen, dass ohne diese keine Mode auf der Messe hätte gezeigt werden können. Da wünsche ich mir mehr Einsicht. Trittbrettfahrer auszuschließen ist aber mit Sicherheit der richtige Weg. Das Besucherpublikum hatte eine hohe Qualität und war sehr professionell. Insbesondere aus den D.A.CH.-Ländern sowie aus den Benelux-Staaten waren sehr viele unserer Kunden bei uns. Wir sehen uns als Marke gut auf der Bread & Butter positioniert und werden diesen erfolgreichen Weg weitergehen. Die Plattform ist sehr gut, um mit all unseren Kunden konstruktive Gespräche zu führen und um die neue Saison einzuläuten“, resümiert Patrick Stupp, Geschäftsführer Peter Stupp Design Mode GmbH (Rich & Royal).

Melanie Bruss, Marketing Manager Palladium D.A.CH.: „Wir sind mit der Frequenz sehr zufrieden, vor allem für den deutschen Markt. Unser Standort war sehr gut und unser neuer Stand kam bestens an.“

„Für Minimum, Minus und Junk de Luxe war die Messe hervorragend, es waren sogar noch mehr Besucher als im letzten Sommer am Stand. Insgesamt war es allerdings wesentlich ruhiger zwischen den Ständen und die Stimmung schien eher durchwachsen zu sein. Einige Kollegen waren diesbezüglich etwas verhalten, wir allerdings sehr zufrieden, denn sowohl die Frequenz als auch die Qualität der Besucher an unseren drei Ständen war sehr hoch. Die wichtigsten Kunden waren da und die Presse aus allen Ressorts kam ebenfalls zu unseren Marken. Da die Messe für uns sehr erfolgreich verlaufen ist, werden wir definitiv wieder an der kommenden Bread & Butter teilnehmen“, bekräftigt Ilya Morgan, Managing Director von Deluxe Distribution.

„Wir sind sehr zufrieden, mit unserer Entscheidung auf die Bread & Butter zurück zu kehren. Wir haben viele spannende Gespräche geführt und freuen uns über das große Interesse sowohl der deutschen als auch vieler internationaler Händler an unserer Marke und der Kollektion. Ich glaube, wir haben unseren Spirit auf der Messe erlebbar gemacht – und konnten eindeutig zeigen, wofür wir stehen“, so Luca Innocenzi, Marketing Direktor Franklin & Marshall.

„Ich denke, die Bread & Butter hat ihre Position als führende internationale Modemesse ausgebaut. Viele Exhibitors aus der ganzen Welt haben dort ihre neuesten Kollektionen präsentiert, sodass die Atmosphäre großartig, inspirierend, kosmopolitisch sowie bewusst unkonventionell war. Es war im Vergleich zur Winter-Edition insgesamt etwas ruhiger, aber wir haben gute Kontakte knüpfen können. In etwa 3.000 Besucher kamen an den drei Tagen an unseren Stand. Mehr als jemals zuvor habe ich die Bread & Butter als Exhibition empfunden, bei der es in erster Linie um Qualität vor Quantität geht. Was die Besucher angeht, habe ich die Japaner als stärkste Visitor-Gruppe wahrgenommen, das mag daran liegen, dass auch viele japanische Top-Brands auf der Messe ausgestellt haben. Für Silvian Heach war es eine erfolgreiche Veranstaltung und ich bin zufrieden mit dem von uns gesteckten Ziel, das wir erreicht haben“, so Mena Marano, CEO von Silvian Heach.

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